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Unser Auftrag in Kurzform weiter...

Kapitänleutnant Jörg Wiebach, Stralsund, ist neuer Sprecher unseres Arbeitskreises (s. Presse)

Literaturhinweise

  1. Ein schöner Tag zu sterben
    Heike, Groos
    Ein schöner Tag zu sterben
    Als Bundeswehrärztin in Afghanistan

    Verlag: Krüger; 4. Aufl. 2009, 270 Seiten
    EAN 978-3-8105087-7-5; € 18,95
    Heike Groos, Oberstabsärztin in Kabul, Feyzabad und Kunduz im Auslandseinsatz für die Bundeswehr als Angehörige der ISAF-Truppen.
    Ein Knall zerreißt die flirrende Luft auf der Jalalabad Road in Kabul. Dann Stille. Für vier junge deutsche Männer wird der Weg zurück in die Heimat zur Todesfalle. Heike Groos, Bundeswehrärztin in Afghanistan, ist eine der ersten, die die verwundeten Soldaten am Ort des Selbstmordanschlags versorgt. Wie Groos sind sie im Glauben an den humanitären Charakter ihres Einsatzes an den Hindukusch gekommen. Doch was die Soldaten, was die Ärzte erwartet, ist die erbarmungslose Realität eines Krieges. Wohin mit dem Schrecken, der Angst, dem Hass, den Bildern, die auch bleiben, wenn man der Hölle längst entkommen ist? Heike Groos, geboren 1960 in Gießen, verpflichtete sich nach dem Studium der Humanmedizin als Zeitsoldatin bei der Bundeswehr. Danach arbeitete sie als selbstständige Notärztin und Allgemeinmedizinerin und zog fünf Kinder groß. Mit Beginn des Afghanistan-Einsatzes 2001 wurde sie erneut von der Bundeswehr rekrutiert und verbrachte insgesamt zwei Jahre als Oberstabsärztin in Afghanistan.


  2. "Friedensgutachten 2009" der Friedensforschungsinstitute Deutschlands; LIT Verlag, Münster; 2009, (Presseerklärung als PDF)

  3. Ernstfall Angriffskrieg - Frieden schaffen mit aller Gewalt?
    Jürgen, Rose
    Ernstfall Angriffskrieg
    Frieden schaffen mit aller Gewalt?

    Verlag: Ossietzky; 1. Aufl. 04.09.2009
    ISBN 978-3-9808137-2-3; € 20,00
    Angriffskrieg ist das schwerste aller Verbrechen. Deutschland ist daran beteiligt - und belügt sich selbst darüber. "Wir führen keinen Krieg", behauptete Kanzler Schröder 1999 an dem Tag, als der Bombenkrieg gegen Jugoslawien begann, und seit Jahren gilt diese Sprachregelung auch für den immer verlustreicheren Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan. Der Generalbundesanwalt hat Klagen gegen die verantwortlichen Politiker mit der Begründung zurückgewiesen: Es sei zwar strafbar, einen Angriffskrieg vorzubereiten, nicht aber, ihn zu führen - eine Zumutung für Moral und Verstand.
    Prof. Dr. Werner Ruf hat ein Geleitwort verfasst, von Dr. Detlef Bald stammt das Nachwort.

    Eine Rezension zum Buch finden wir hier.


  4. Buch Meinungsmache
    Albrecht, Müller
    Meinungsmache
    Wie Wirtschaft, Politik und Medien
    uns das Denken abgewöhnen wollen

    Verlag: Droemer Sachbuch 21.08.2009
    ISBN 978-3-426-27458-3; € 19,95
    Wenn wir mehr zweifeln würden, könnten wir uns und unseren Kindern und Enkeln hohe Belastungen ersparen. Wenn wir unserer Regierung zum Beispiel nicht so treuherzig abgenommen hätten, jede Bank sei systemrelevant, dann hätten wir Milliarden sparen können, vermutlich in der Größe eines gesamten Bundeshaushalts. Der Begriff „systemrelevant“ steht für die teuerste denkbare Manipulation. Wir schlucken heute solche Zumutungen. Das Buch „Meinungsmache“ soll den Widerstand dagegen stärken.
    Meinungsmache bereitet Kriege vor und prägt oft die Geschichtsschreibung. Die Theorie der demokratischen Willensbildung ist weit von dieser Realität entfernt. Wer über publizistische Macht und unbegrenzte finanzielle Mittel verfügt, bestimmt weitgehend die relevanten Entscheidungen und kann so seine Interessen durchsetzen.


  5. Friedensverfassungsrecht und kollektive Sicherheit - Japans Antrag auf Abschaffung des Krieges
    Dr. Klaus Schlichtmann
    Friedensverfassungsrecht und kollektive Sicherheit
    Verlag: LIT; 1. Aufl. 05.05.2009
    ISBN 978-3-643-90006-7; € 19,90
    Der vorliegende Band untersucht die Geschichte und die anhaltende Bedeutung des Friedensverfassungsrechts. Im Mittelpunkt steht Artikel 9 der Verfassung Japans, der der Institution des Krieges eine Absage erteilt. Er trägt exemplarisches Gepräge, indem er beispielhaft für die gesamte Staatenwelt eine Vorleistung für die - in der Charta der Vereinten Nationen angelegte - kollektive Sicherheit erbringt. Der nationale Gesetzgeber ist damit aufgefordert, ebenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die allgemeine, umfassende Abrüstung unter wirksamer internationaler Kontrolle zu ermöglichen.
    Leseprobe hier


  6. Einführung in das Völkerrecht
    Stephan Hobe / Otto Kimminich
    Einführung in das Völkerrecht
    Verlag: UTB, Stuttgart; 9. Auflage (8. Oktober 2008)
    ISBN 978-3825204693; € 29,90
    ...als dass man sie den Juristen überlassen könnte.", schreibt Otto Kimminich in der Einleitung über das Völkerrecht.
    Auf knapp 500 Seiten spricht er alle wichtigen Themen im Zusammenhang mit dem „internationalen öffentlichen Recht" an, von dem Völkerrecht-Studium über die Geschichte und Entwicklung, etwa die Lehre des gerechten Krieges, und eine Vorstellung einiger internationaler Organisationen bis hin zu einer umfangreichen Erläuterung des heutigen Völkerrechts.
    Nach dem Durcharbeiten dieses Buches versteht man vor allem geschichtliche und außenpolitische Zusammenhänge besser. Zum Beispiel die Frage, warum man zur Zeit des klassischen Völkerrechts (1648-1919) nicht davor zurückschreckte, einen Krieg anzufangen wird beantwortet: Es gab keine Ächtung des Krieges, wie durch das Kriegs- und später durch das Gewaltverbot. Stattdessen galt der Grundsatz des „ius ad bellum", nach dem jeder Souverän berechtigt war, einen Krieg anzufangen.
    Das Darmstädter Signal vergibt für diese Lektüre das Prädikat wertvoll.


  7. Totschlag im Amt
    Florian Pfaff / Hans-Werner Kummerow (Hg.)
    Totschlag im Amt - wie der Friede verraten wurde
    Der Fall des Major Pfaff
    Verlag: HWK Verlag; Auflage: 2000 (12. März 2008)

    ISBN 978-3937245034; € 29,80
    Florian Pfaff wurde Berufssoldat aus Überzeugung. Gemäß dem Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ wollte Pfaff, Jahrgang 1957, mithelfen, in einer hochgerüsteten Umgebung den Frieden zu bewahren. Florian Pfaff ist ein Friedensfreund in Uniform. Er weigerte sich daher im März 2003, an der logistischen Unterstützung des US-geführten Angriffs auf den Irak mitzuwirken. Er wurde daraufhin zur psychiatrischen Untersuchung in ein Bundeswehrkrankenhaus eingeliefert, mit Gefängnis bedroht und degradiert. Dagegen legte er Berufung ein und wurde im Jahre 2005 durch das Bundesverwaltungsgericht rehabilitiert.
    Vortrag in Mechernich
    Vortrag in Brake und Oldenburg
    Vortrag in Japan 15.-18. April 2009 auf Einladung von Frau Prof. Ichikawa


  8. Ich mische mich ein
    Wolfgang Bittner / Mark vom Hofe (Hg.)
    Ich mische mich ein
    Markante deutsche Lebensläufe
    Zur WDR5-Sendereihe "Erlebte Geschichten"

    ISBN 3-89502-222-5; € 12,90
    Seit 1982 sendet der Westdeutsche Rundfunk in Köln mit großer Resonanz die "Erlebten Geschichten", in denen Zeitzeugen zu Wort kommen, die über ihr Leben berichten: Schriftsteller, Künstler, Politiker, Schauspieler, Gewerkschaftler, Wissenschaftler, Journalisten, Sportler, Unternehmer, manchmal auch völlig unbekannte Zeitgenossen, die ein interessantes, erzählenswertes Leben hatten. Auf diese Weise sind Zeitdokumente mit ungewöhnlichen und damit erhaltenswürdigen, auch spannenden sozialen, psychologischen, politischen oder auch philosophischen Einblicken entstanden. In diesem Band sind einige der Interviews mit Persönlichkeiten versammelt, die - jede auf ihre Weise - am politischen Diskurs in Deutschland mitgewirkt, "sich eingemischt" haben.
    Inhalt: Dieter Hildebrandt, Oskar Negt, Katja Ebstein, Jutta Limbach, Günter Wallraff, Gerhart-Rudolf Baum, Erhard Eppler, Michael Preute (alias Jaques Berndorf), Helmuth Prieß, Peter Palitzsch, Max von der Grün, Dieter Süverkrüp, Joseph Weizenbaum, Konrad Tempel, Josef Angenfort, Klaus Staeck, Hanns Dieter Hüsch, Klaus Förster, Hans Weide, Wilhelm Knabe, Marianne Fritzen, Frigga Haug, Kakob Moneta.

  9. "Frieden ist der Ernstfall. Die Soldaten des DARMSTÄDTER SIGNALS im Widerspruch zwischen Bundeswehr und Friedensbewegung"; von Dr. Lothar Liebsch; zu beziehen über Jenior-Verlag, Lassallestr. 15, 34119 Kassel, ISBN 3-934377-84-X, Preis 15,- Euro
    (Rezension: Dr. Lothar Liebsch hat mit seiner Arbeit eine gründliche, faktenreiche und detaillierte Aufarbeitung der sicherheits- und verteidigungspolitischen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland in den 80er und 90er Jahren aus der Perspektive einer systemangehörigen Gruppe kritischen Soldaten vorgelegt. Dabei steht nicht die regierungsamtliche Sicherheitspolitik im Mittelpunkt der Betrachtung sondern die kritische Gegenposition der Soldaten des DARMSTÄDTER SIGNALS. Deren Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte, ihr Verhältnis zu anderen Gruppen in der Friedensbewegung aber auch zur politischen und militärischen Führung der Bundeswehr und der Öffentlichkeit sind Gegenstand der vorliegenden Untersuchung. Diese besondere Perspektive verbunden mit einer stets authentischen Darstellung der Ereignisse erlauben dem Leser ungewöhnliche Einblicke in das Innenleben der Bundeswehr.
    Die kritischen Soldaten waren sich immer im klaren, dass ihre Kritik in der Bundeswehr aber auch bei der jeweiligen Regierungskoalition nicht erwünscht war. In diesem Zusammenhang geht der Autor der Frage nach: Wie demokratiefähig ist die Bundeswehr? Können aufklärerisch kritische orientierte Soldaten ihre grundgesetzlich verbürgten staatsbürgerlichen Rechte in einer hierarchisch gegliederten Institution wahrnehmen, ohne von ihren Vorgesetzten dafür sanktioniert zu werden. Das ist eine spannende Frage, nicht nur für die betroffenen Soldaten. An zahlreichen Beispielen wird aufgezeigt, mit welchen subtilen Mitteln und mit welcher Hartnäckigkeit, die Bundeswehrführung versucht, die kritischen Soldaten innerhalb der Bundeswehr zu isolieren und ihre Arbeit zu unterbinden. Die Analyse des Sachverhaltes führt zu ernüchternden Ergebnissen: Jede Kritik an der gültigen Einsatzstrategie der Streitkräfte wird als unzulässiger Angriff auf die Gesamtorganisation Bundeswehr gewertet. Die Urheber der Kritik gelten im Kameradenkreis als Nestbeschmutzer. Wer sich als Soldat auf seine grundgesetzlich verbürgten Rechte beruft, muss erfahren, dass diese Rechte immer wieder der uneingeschränkten Funktionsfähigkeit der Streitkräfte untergeordnet werden.
    Das Ergebnis ist absehbar: Die hierarchisch strukturierte Großorganisation Bundeswehr leidet offenkundig an einem signifikanten Demokratiedefizit. Im militärischen Alltag bleibt der so oft beschworene Staatsbürger in Uniform ein Phantom, weil in der Bundeswehr der Raum zur Entfaltung kritischer Positionen fehlt.
    Die vorliegenden Studie ist eine fundierte Analyse zum Thema Streitkräfte im demokratischen Staat. Es ist dem Autor gelungen, die offizielle Lesart von der erfolgreichen Integration der Streitkräfte in die demokratische Gesellschaft ebenso wie die vermeintliche Existenz des Staatsbürgers in Uniform mit gut recherchierten Beispielen eindrucksvoll zu widerlegen. Auch aus diesem Grund ist diesem Buch eine sachkundige und kritische Leserschaft zu wünschen.)

  10. Der Kosovo-Konflikt - Wege in einen vermeidbaren Krieg ; Die Zeit von Ende November 1997 bis März 1999; von Heinz Loquai; Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden, 2000

  11. "Auftakt zum Vernichtungskrieg", Die Wehrmacht in Polen 1939; von Jochen Böhler; Fischer Taschenbuch Verlag; Frankfurt/M.; 2006

  12. "Die Bundeswehr", Eine kritische Geschichte 1955-2005; von Detlef Bald, Verlag C.H.Beck; 2005

  13. "Perspektiven der Inneren Führung", Zur gesellschaftlichen Integration der Bundeswehr", von U.v.Hagen, B.Klein (Hg.), Berliner Wissenschafts-Verlag; 2005

  14. "Am Hindukusch und anderswo"; Die Bundeswehr: Von der Wiederbewaffnung in den Krieg. - Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung (Hg.)

  15. "Staatsfeinde in Uniform? Widerständiges Verhalten und politische Verfolgung in der NVA"; von Rüdiger Wenzke (Hg.); Ch. Links Verlag, Berlin, März 2005

  16. "Krieg und Gedächtnis"; von W.Wende (Hg.), Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg; 2005

  17. "Wider die Kriegsmaschinerie", Kriegserfahrungen und Motive des Widerstandes der "Weißen Rose"; von Detlef Bald (Hg.); Klartext Verlag; Essen; 2005

  18. "Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden"; von Harald Welzer; S.Fischer Verlag, Frankfurt/M., Sept. 2005

  19. "Mörder unterm Edelweiß"; von R.Klein, R.Mentner, St. Stracke (Hg.); PapyRossa Verlag, Köln 2004


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