Start
Wer wir sind Wie wir entstanden
Termine
Aktuelle Stellungnahmen
Ak DS Vorstand / Adressen / Kontakt
Presse
Förderkreis DS
Faltblatt
Nachrichten
Beiträge (eingeschränkt)
Externer DS Ticker
Literaturhinweise
Links
Ak DS Dokumenten- Archiv (1983 - 2008)
Weitere Informationen anfordern
Impressum / Design
|
Literaturhinweise
-
Heike, Groos
Ein schöner Tag zu sterben Als Bundeswehrärztin in Afghanistan
Verlag: Krüger; 4. Aufl. 2009, 270 Seiten
EAN 978-3-8105087-7-5; € 18,95
Heike Groos, Oberstabsärztin in Kabul, Feyzabad und Kunduz im Auslandseinsatz für die Bundeswehr als Angehörige der ISAF-Truppen.
Ein Knall zerreißt die flirrende Luft auf der Jalalabad Road in Kabul. Dann Stille. Für vier junge deutsche Männer wird der Weg zurück in die Heimat zur Todesfalle. Heike Groos, Bundeswehrärztin in Afghanistan, ist eine der ersten, die die verwundeten Soldaten am Ort des Selbstmordanschlags versorgt. Wie Groos sind sie im Glauben an den humanitären Charakter ihres Einsatzes an den Hindukusch gekommen. Doch was die Soldaten, was die Ärzte erwartet, ist die erbarmungslose Realität eines Krieges. Wohin mit dem Schrecken, der Angst, dem Hass, den Bildern, die auch bleiben, wenn man der Hölle längst entkommen ist? Heike Groos, geboren 1960 in Gießen, verpflichtete sich nach dem Studium der Humanmedizin als Zeitsoldatin bei der Bundeswehr. Danach arbeitete sie als selbstständige Notärztin und Allgemeinmedizinerin und zog fünf Kinder groß. Mit Beginn des Afghanistan-Einsatzes 2001 wurde sie erneut von der Bundeswehr rekrutiert und verbrachte insgesamt zwei Jahre als Oberstabsärztin in Afghanistan.
- "Friedensgutachten 2009" der Friedensforschungsinstitute
Deutschlands; LIT Verlag, Münster; 2009, (Presseerklärung als
)
-
Jürgen, Rose
Ernstfall Angriffskrieg Frieden schaffen mit aller Gewalt?
Verlag: Ossietzky; 1. Aufl. 04.09.2009
ISBN 978-3-9808137-2-3; € 20,00
Angriffskrieg ist das schwerste aller Verbrechen. Deutschland ist daran beteiligt - und belügt sich selbst darüber. "Wir führen keinen Krieg", behauptete Kanzler Schröder 1999 an dem Tag, als der Bombenkrieg gegen Jugoslawien begann, und seit Jahren gilt diese Sprachregelung auch für den immer verlustreicheren Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan. Der Generalbundesanwalt hat Klagen gegen die verantwortlichen Politiker mit der Begründung zurückgewiesen: Es sei zwar strafbar, einen Angriffskrieg vorzubereiten, nicht aber, ihn zu führen - eine Zumutung für Moral und Verstand.
Prof. Dr. Werner Ruf hat ein Geleitwort verfasst, von Dr. Detlef Bald stammt das Nachwort.
Eine Rezension zum Buch finden wir hier.
-
Albrecht, Müller
Meinungsmache Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen
Verlag: Droemer Sachbuch 21.08.2009
ISBN 978-3-426-27458-3; € 19,95
Wenn wir mehr zweifeln würden, könnten wir uns und unseren Kindern und Enkeln hohe Belastungen ersparen. Wenn wir unserer Regierung zum Beispiel nicht so treuherzig abgenommen hätten, jede Bank sei systemrelevant, dann hätten wir Milliarden sparen können, vermutlich in der Größe eines gesamten Bundeshaushalts. Der Begriff „systemrelevant“ steht für die teuerste denkbare Manipulation. Wir schlucken heute solche Zumutungen. Das Buch „Meinungsmache“ soll den Widerstand dagegen stärken.
Meinungsmache bereitet Kriege vor und prägt oft die Geschichtsschreibung. Die Theorie der demokratischen Willensbildung ist weit von dieser Realität entfernt. Wer über publizistische Macht und unbegrenzte finanzielle Mittel verfügt, bestimmt weitgehend die relevanten Entscheidungen und kann so seine Interessen durchsetzen.
-
Dr. Klaus Schlichtmann
Friedensverfassungsrecht und kollektive Sicherheit
Verlag: LIT; 1. Aufl. 05.05.2009
ISBN
978-3-643-90006-7; € 19,90
Der vorliegende Band untersucht die Geschichte und die anhaltende Bedeutung des Friedensverfassungsrechts. Im Mittelpunkt steht Artikel 9 der Verfassung Japans, der der Institution des Krieges eine Absage erteilt. Er trägt exemplarisches Gepräge, indem er beispielhaft für die gesamte Staatenwelt eine Vorleistung für die - in der Charta der Vereinten Nationen angelegte - kollektive Sicherheit erbringt. Der nationale Gesetzgeber ist damit aufgefordert, ebenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die allgemeine, umfassende Abrüstung unter wirksamer internationaler Kontrolle zu ermöglichen. Leseprobe hier
-
Stephan Hobe / Otto Kimminich
Einführung in das Völkerrecht
Verlag: UTB, Stuttgart; 9. Auflage (8. Oktober 2008)
ISBN
978-3825204693; € 29,90
...als dass man sie den Juristen überlassen könnte.", schreibt Otto Kimminich in der Einleitung über das Völkerrecht.
Auf knapp 500 Seiten spricht er alle wichtigen Themen im Zusammenhang mit dem „internationalen öffentlichen Recht" an, von dem Völkerrecht-Studium über die Geschichte und Entwicklung, etwa die Lehre des gerechten Krieges, und eine Vorstellung einiger internationaler Organisationen bis hin zu einer umfangreichen Erläuterung des heutigen Völkerrechts.
Nach dem Durcharbeiten dieses Buches versteht man vor allem geschichtliche und außenpolitische Zusammenhänge besser. Zum Beispiel die Frage, warum man zur Zeit des klassischen Völkerrechts (1648-1919) nicht davor zurückschreckte, einen Krieg anzufangen wird beantwortet: Es gab keine Ächtung des Krieges, wie durch das Kriegs- und später durch das Gewaltverbot. Stattdessen galt der Grundsatz des „ius ad bellum", nach dem jeder Souverän berechtigt war, einen Krieg anzufangen. Das Darmstädter Signal vergibt für diese Lektüre das Prädikat wertvoll.
-
Florian Pfaff / Hans-Werner Kummerow (Hg.)
Totschlag im Amt - wie der Friede verraten wurde
Der Fall des Major Pfaff
Verlag: HWK Verlag; Auflage: 2000 (12. März 2008)
ISBN
978-3937245034; € 29,80
Florian Pfaff wurde Berufssoldat aus Überzeugung. Gemäß dem Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ wollte Pfaff, Jahrgang 1957, mithelfen, in einer hochgerüsteten Umgebung den Frieden zu bewahren. Florian Pfaff ist ein Friedensfreund in Uniform. Er weigerte sich daher im März 2003, an der logistischen Unterstützung des US-geführten Angriffs auf den Irak mitzuwirken. Er wurde daraufhin zur psychiatrischen Untersuchung in ein Bundeswehrkrankenhaus eingeliefert, mit Gefängnis bedroht und degradiert. Dagegen legte er Berufung ein und wurde im Jahre 2005 durch das Bundesverwaltungsgericht rehabilitiert.
Vortrag in Mechernich
Vortrag in Brake und Oldenburg
Vortrag in Japan 15.-18. April 2009 auf Einladung von Frau Prof. Ichikawa
-
Wolfgang Bittner / Mark vom Hofe (Hg.)
Ich mische mich ein
Markante deutsche Lebensläufe
Zur WDR5-Sendereihe "Erlebte Geschichten"
ISBN
3-89502-222-5; € 12,90
Seit 1982 sendet der Westdeutsche Rundfunk in Köln mit großer Resonanz
die "Erlebten Geschichten", in denen Zeitzeugen
zu Wort kommen, die über ihr Leben berichten: Schriftsteller, Künstler,
Politiker, Schauspieler, Gewerkschaftler, Wissenschaftler, Journalisten, Sportler,
Unternehmer, manchmal auch völlig unbekannte Zeitgenossen, die ein interessantes,
erzählenswertes Leben hatten. Auf diese Weise sind Zeitdokumente mit
ungewöhnlichen und damit erhaltenswürdigen, auch spannenden sozialen,
psychologischen, politischen oder auch philosophischen Einblicken entstanden.
In diesem Band sind einige der Interviews mit Persönlichkeiten versammelt,
die - jede auf ihre Weise - am politischen Diskurs in Deutschland mitgewirkt,
"sich eingemischt" haben.
Inhalt: Dieter Hildebrandt, Oskar Negt, Katja Ebstein,
Jutta Limbach, Günter Wallraff, Gerhart-Rudolf Baum, Erhard
Eppler, Michael Preute (alias Jaques Berndorf), Helmuth
Prieß, Peter Palitzsch, Max von der Grün, Dieter Süverkrüp,
Joseph Weizenbaum, Konrad Tempel, Josef Angenfort, Klaus
Staeck, Hanns Dieter Hüsch, Klaus Förster, Hans Weide,
Wilhelm Knabe, Marianne Fritzen, Frigga Haug, Kakob Moneta.
-
" Frieden ist der Ernstfall. Die Soldaten
des DARMSTÄDTER SIGNALS im Widerspruch zwischen Bundeswehr und Friedensbewegung";
von Dr. Lothar Liebsch; zu beziehen über Jenior-Verlag, Lassallestr.
15, 34119 Kassel, ISBN
3-934377-84-X, Preis 15,- Euro
( Rezension: Dr. Lothar Liebsch hat mit seiner
Arbeit eine gründliche, faktenreiche und detaillierte Aufarbeitung
der sicherheits- und verteidigungspolitischen Entwicklung der Bundesrepublik
Deutschland in den 80er und 90er Jahren aus der Perspektive einer systemangehörigen
Gruppe kritischen Soldaten vorgelegt. Dabei steht nicht die regierungsamtliche
Sicherheitspolitik im Mittelpunkt der Betrachtung sondern die kritische
Gegenposition der Soldaten des DARMSTÄDTER SIGNALS. Deren Entstehungs-
und Entwicklungsgeschichte, ihr Verhältnis zu anderen Gruppen in der
Friedensbewegung aber auch zur politischen und militärischen Führung
der Bundeswehr und der Öffentlichkeit sind Gegenstand der vorliegenden
Untersuchung. Diese besondere Perspektive verbunden mit einer stets authentischen
Darstellung der Ereignisse erlauben dem Leser ungewöhnliche Einblicke
in das Innenleben der Bundeswehr.
Die kritischen Soldaten waren sich immer im klaren, dass ihre Kritik in
der Bundeswehr aber auch bei der jeweiligen Regierungskoalition nicht erwünscht
war. In diesem Zusammenhang geht der Autor der Frage nach: Wie demokratiefähig
ist die Bundeswehr? Können aufklärerisch kritische orientierte
Soldaten ihre grundgesetzlich verbürgten staatsbürgerlichen Rechte
in einer hierarchisch gegliederten Institution wahrnehmen, ohne von ihren
Vorgesetzten dafür sanktioniert zu werden. Das ist eine spannende Frage,
nicht nur für die betroffenen Soldaten. An zahlreichen Beispielen wird
aufgezeigt, mit welchen subtilen Mitteln und mit welcher Hartnäckigkeit,
die Bundeswehrführung versucht, die kritischen Soldaten innerhalb der
Bundeswehr zu isolieren und ihre Arbeit zu unterbinden. Die Analyse des
Sachverhaltes führt zu ernüchternden Ergebnissen: Jede Kritik
an der gültigen Einsatzstrategie der Streitkräfte wird als unzulässiger
Angriff auf die Gesamtorganisation Bundeswehr gewertet. Die Urheber der
Kritik gelten im Kameradenkreis als Nestbeschmutzer. Wer sich als Soldat
auf seine grundgesetzlich verbürgten Rechte beruft, muss erfahren,
dass diese Rechte immer wieder der uneingeschränkten Funktionsfähigkeit
der Streitkräfte untergeordnet werden.
Das Ergebnis ist absehbar: Die hierarchisch strukturierte Großorganisation
Bundeswehr leidet offenkundig an einem signifikanten Demokratiedefizit.
Im militärischen Alltag bleibt der so oft beschworene Staatsbürger
in Uniform ein Phantom, weil in der Bundeswehr der Raum zur Entfaltung kritischer
Positionen fehlt.
Die vorliegenden Studie ist eine fundierte Analyse zum Thema Streitkräfte
im demokratischen Staat. Es ist dem Autor gelungen, die offizielle
Lesart von der erfolgreichen Integration der Streitkräfte in die demokratische
Gesellschaft ebenso wie die vermeintliche Existenz des Staatsbürgers
in Uniform mit gut recherchierten Beispielen eindrucksvoll zu widerlegen.
Auch aus diesem Grund ist diesem Buch eine sachkundige und kritische Leserschaft
zu wünschen.)
- Der
Kosovo-Konflikt - Wege in einen vermeidbaren Krieg ; Die Zeit von Ende
November 1997 bis März 1999; von Heinz Loquai; Nomos Verlagsgesellschaft,
Baden-Baden, 2000
- "Auftakt zum Vernichtungskrieg", Die
Wehrmacht in Polen 1939; von Jochen Böhler; Fischer Taschenbuch Verlag;
Frankfurt/M.; 2006
- "Die Bundeswehr", Eine kritische Geschichte
1955-2005; von Detlef Bald, Verlag C.H.Beck; 2005
- "Perspektiven der Inneren Führung",
Zur gesellschaftlichen Integration der Bundeswehr", von U.v.Hagen, B.Klein
(Hg.), Berliner Wissenschafts-Verlag; 2005
- "Am Hindukusch und anderswo"; Die Bundeswehr:
Von der Wiederbewaffnung in den Krieg. - Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung
(Hg.)
- "Staatsfeinde in Uniform? Widerständiges Verhalten
und politische Verfolgung in der NVA"; von Rüdiger
Wenzke (Hg.); Ch. Links Verlag, Berlin, März 2005
- "Krieg und Gedächtnis"; von W.Wende
(Hg.), Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg; 2005
- "Wider die Kriegsmaschinerie", Kriegserfahrungen
und Motive des Widerstandes der "Weißen Rose"; von Detlef
Bald (Hg.); Klartext Verlag; Essen; 2005
- "Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder
werden"; von Harald Welzer; S.Fischer Verlag, Frankfurt/M.,
Sept. 2005
- "Mörder unterm Edelweiß";
von R.Klein, R.Mentner, St. Stracke (Hg.); PapyRossa Verlag, Köln 2004
Spendenkonto: Förderkreis D. Signal, Konto-Nr: , BLZ: , SEB-Bank
Copyright © 1983-2010 Ak DS. Alle Rechte vorbehalten.
Zuletzt geändert: 29.May 2010
| |