Völkerrecht und Machtpolitik in den internationalen Beziehungen

aktualisierte Ausgabe, VSA Hamburg 2013  1054 S.

PAECH, Norman und Gerhard STUBY

Völkerrecht und Machtpolitik in den internationalen Beziehungen

Wichtige Passagen

Teil A: EPOCHEN DES VÖLKERRECHTS  (S.23 bis 322)

15. bis 18. Jahrhundert, Herausbildung des bürgerlichen Staatensystems und des klassischen Völkerrechts, Völkerbundperiode als Übergang zum modernen Völkerrecht, 1945 bis heute

Teil B: DIE HAUPTELEMENTE DER NEUEN VÖLKERRECHTSORDNUNG (S. 323 bis 878)

Die Staaten als Akteure, Völkerrecht als Rahmen, UNO und kollektive Friedenssicherung, Menschenrechte und ihr Schutz, Weltwirtschaftsordnung im Wandel des Völerrechts, Bewahrung der Natur und Umwelt in souveränitätsfreien Räumen

AUSBLICK: Die Zukunft des Völkerrechts

Am Ende ein überwältigendes Literaturverzeichnis von 110 Seiten,

mehr als 40 Seiten Personen und Sachregister, 12 Seiten Abkürzungsverzeichnis

 

 

Inhaltliche Zusammenfassung

Ein Völkerrechtsstandardwerk, in dem schon 2002 Fachwissen sich verband mit kritisch-gesellschaftlichem Engagement, für Juristen, Journalisten und Politikwissenschaftler.

Das wurde jetzt auf neuesten Stand gebracht, ganz große neue Besprechungen sehe ich bisher erst eine von vor 10 Tagen, ein herzliches Dankeschön an Graf Vitzthum! (s.u.)

Und natürlich wichtig für Signaler wenigstens auf Vorstandsebene.

Ist naturgemäß vor allem etwas zum Nachschlagen oder wenn man einen ganz gründlichen Zusammenhang braucht. Anlässlich meines Hiroshima-Vortrags Wedel 2013 (auf der Seite unter Meinungen) habe ich die 15 Seiten des Kapitels “Nuklearstrategie und der Einsatz von Atomwaffen” durchgearbeitet, allein der Anmerkungsapparat begeistert!

Entdeckte Rezensionen

Das Parlament 8/2002  Ludwig Watzal (zur Vorauflage):

Ein Standardwerk, das den europäischen Blickwinkel der herrschenden Völkerrechtslehre zugunsten einer Perspektive überwunden hat, die die gesellschaftlichen Kräfte der Dekolonisierung mitreflektiert. Besonders hervorzuheben ist der Abschnitt zum legitimen Recht auf Widerstand gegenüber Kolonialismus, Neo-Kolonialismus und Unterdrückung.

Dieser Widerstand wird zunehmend als Terror diffamiert.

 

FAZ 20.01.14  Wolfgang Graf Vitzthum dreispaltig: Souveränität in der globalen Ära

Graf Vitzthum hatte ja selbst 2010 die  eigene 5. Auflage “Völkerrecht” bei de Gruyter neu bearbeitet vorgelegt. Wer wäre zur Besprechung berufener? Mit großem Interesse las ich diese Viertelseite FAZ und fasse zusammen, (original kann man das sicher selbst aufrufen):

Zunächst will Graf Vitzthum über Epochenbildung streiten, die Zäsur sei nicht 1989/90, sondern 1945. Dann moniert er auch gleich, dass die imperiale chinesische Herausforderung nicht berücksichtigt sei. Das völkerrechtshistorische Kapitel der Autoren fesselt ihn, er bedauert aber das Ausblenden früherer Epochen vor dem 15. Jh. Polemisch verwürfen beide Autoren die Weltstaats-, Weltdemokratie- und Weltbürgervisionen von Jürgen Habermas. Graf Vitzthum findet das Literaturverzeichnis “imposant”, meckert aber, dass von  Paech allein so viele Titel aufgelistet seien wie von allen ausstrahlungsstarken Nachkriegsdirektoren des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Völkerrecht zusammen. Und er rät eindringlich dazu, Max Hubers Schrift über die Seinsgrundlagen des Völkerrechts (1910) und Wolfgang Friedmanns Untersuchung über das Recht als Regulator und Funktion des sozialen Wandels (1969) bei der bilanzierenden Theoriebildung hinzuzuziehen und hofft, dass eine Neuauflage des Buches dereinst diesen Mehrwert enthalte. Nun ist die Neuauflage aber ja gerade erst erschienen und so schnell gibts keine neue. Was also tun?

Werter Herr Graf: Ich bin kein Jurist, sondern ganz einfacher Signaler, noch nicht mal im Vorstand. Ihre Kritik nehme ich aber durchaus ernst. Sie gestatten sicherlich, dass Ihr eigenes umfangreiches Werk hier in ein paar Tagen auch vorgestellt wird, hab es ja hier, bitte um Gemach. Dazu kommt dann auch noch die Textsammlung von Tomuschat 2012 und alle sind hoffentlich zufrieden, Hobe gibts ja auch noch bei uns.

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