Täter

Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden

Fischer TB Verlag 4. Auflage 2011, 521 S.

Welzer, Harald

 

Wichtige Passagen

Das ganze Buch lohnt sich.

Schwerpunkt ist der Abschnitt Tödliche Situationen S. 76 bis S. 219

Von S. 246 bis S. 268 sagt Welzer, warum er ALLES für möglich hält und es keine Grenze für menschliches Handeln gebe, auch nicht dort, wo das Leben aufhöre…

 

Inhaltliche Zusammenfassung

Welzer zeigt, wie Tötungsbereitschaft erzeugt wird und das Töten schließlich innerhalb weniger Wochen zu einer Arbeit wird, die erledigt wird wie jede andere auch – von „ganz normalen Männern“. Welzer analysiert differenziert und sachkundig die Tötungsmoral, die Handelnden und die Durchführung der „Tötungsarbeit“. Er bezieht auch Befunde aus den Genoziden Vietnam, Ruanda und Jugoslawien ein, aber Grundlage ist der Holocaust,  zu dem die wichtigste Frage bis heute nicht beantwortet ist: Wie waren all die normalen Durchschnittsmenschen imstande, massenhaft Menschen zu töten? Die Studie erhellt, wie wenig unseren moralischen Überzeugungen zu trauen ist.  Wer Browning oder Goldhagen interessiert gelesen hat (nicht in unserer Auflistung hier), dort geht es weiter zur Sache!

 

Entdeckte Rezensionen

SZ „Alles ist möglich“, Robert Stockhammer, ohne Datum

HU Berlin, Tobias Bütow, 28.02.2006

NZZ ganzseitig, Ralph Erich Schmidt, 28.01.2009
„Wie gehorsam sind die Menschen von heute?“
Neuauflage des Milgram-Experiments – mit ähnlichen Ergebnissen wie vor 45 Jahren

Sehr lang, aber sehr lohnend: Berliner Zeitung, Andreas Molitor, 10.09.2005
„Und beim nächsten Mal ist es schon viel einfacher“
Gespräch mit Harald Welzer

 

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