Ich krieg mich nicht mehr unter Kontrolle

Kriegsheimkehrer der Bundeswehr

Fackelträger Verlag Köln 2010, 286 S.

Ahrends, Martin / Werner, Ute Susanne (Hrsg.)

 

Wichtige Passagen

Der Beitrag des Stabsoffiziers Uwe Lampe hat mich am meisten beeindruckt.

Er sagte schon damals: “Als militärisch denkender Staatsbürger würde ich den geordneten Rückzug einleiten, weil wir mit dem Versuch einer militärischen Befriedung keinen Erfolg haben werden.“

Auch in diesem Buch gibt es einen Beitrag von Christian Neumann.

 

Inhaltliche Zusammenfassung

Ute Susanne Werner machte – gegen den Widerstand der Bundeswehr – Kriegsheimkehrer aus Afghanistan und dem Kosovo in ganz Deutschland ausfindig und hat deren Erlebnisberichte in diesem Band zusammengestellt. Welche Erfahrungen bringen sie aus ihren Einsätzen mit? Auch eine Soldatenmutter, ein Militärpfarrer und ein Politiker kommen zu Wort. Die Erlebnisse haben bei allen tiefe Spuren hinterlassen.

Die Soldaten erzählen von dem, was danach kommt: Die Leere, die Panik, die Schwierigkeit, ins Familienleben zurückzufinden, aber mancher erzählt auch davon, wie die Erfahrung des Einsatzes ihn bereichert.

Der Rezensent Wilfried von Bredow (FAZ) findet es „hirnrissig“, dass die Bundeswehr das Buch verhindern wollte, weist auf die Argumente für eine offenere Informationspolitik hin und hofft, dass intelligente Jugendoffiziere das Buch als Aufklärungsmaterial für ihre Arbeit entdecken. Auch dem Rezensenten der SZ gefällt es nicht, dass das Buch den Einsatz erklärt und nicht das Ministerium.

 

Entdeckte Rezensionen

FAZ „Ein ernster Beruf“, Wilfried von Bredow, 02.10.2010

SZ „Offiziell unerwünscht: Mitteilungen aus Afghanistan“, Bastian Obermayer, 02.08.2010

Sachbuch-News.de, 29.06.2010

 

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