Frieden durch Recht?

IALANA

Berliner Wissenschaftsverlag Berlin 2010  438 S.

BECKER, Peter, BRAUN Reiner und Dieter Deiseroth (Hrsg.)

Frieden durch Recht

Ausgewählte wichtige und interessante Beiträge:

Dieter Deiseroth: Das Friedensgebot des Grundgesetzes und der UN-Charta aus juristischer Sicht

Bernd Hanfeld: Atomwaffen in Deutschland

Reiner Braun: Vision einer Welt ohne Atomwaffen – aber auch realistisch?

Bernd Hahnfeld: Der Vertrag von Lissabon – militärische Optionen der EU

Norman Paech: Responsibility to protect

Jürgen Rose: Friedensverrat und Strafgesetzbuch

Hans-Joachim Heintze: Wie bringt man juingen Juristen das Friedensrecht näher?

Peter Becker: Rechtsschutz gegen verfassungswidrige Kriegsführung

 

Inhaltliche Zusammenfassung

Abgedruckt sind im Buch die 35 Fachvorträge, die unter Federführung der IALANA zusammen mit der “Neuen Richtervereinigung (NRV)”, dem Bundesfachausschuss der “Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in der Gewerkschaft Ver.di”, dem “Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein”, der “Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen”, der “European Associan of Lawyers for Democracy and World Human Rights”, der “Vereinigung Deutscher Wissenschaftler” sowie der ELSA im Juni 2009 an der Humboldt-Universität BERLIN präsentiert wurden, wo in Plenarveranstaltungen, Workshops und Panels versucht wurde, Antworten auf offene Fragen zu finden und ein Netzwerk für friedensrechtlich Interessierte zu schaffen .

Die Stichworte, um die es in allen fachlich höchst anspruchsvollen Beiträgen geht, sind etwa Gewalt- und Friedensgebote, Rollen der Internationalen Gerichte, Strafverfolgung von Folterverantwortlichen, “nukleare Teilhabe”, innerstaatliches und internationales Strafrecht in all diesen und ähnlichen Zusammenhängen. So wird auch diskutiert, ob sich die Herausbildung und Schaffung neuer Rechtsgebiete empfiehlt und ob die Möglichkeit zivilgerichtlicher Schadensersatzklagen dazu beitragen kann, Krieg als Mittel der Politik unattraktiver zu machen.

Wer wissenschaftlich an solchen Fragen arbeitet, findet in dem Band sicher viel Hilfe. Der friedenspolitische interessierte Bürger wird den einen oder anderen Beitrag zwar interessant und für sich nützlich finden, ein richtiges Lesebuch ist das aber höchstens für Juristen oder für Menschen, die das werden wollen. Ich habe oben einige Beiträge  vorgeschlagen, die jedenfalls mir ohne Jura-Studium recht eingängig waren und es sei mir erlaubt, zu gestehen, ein Fan aller Arbeiten von Dieter Deiseroth und vor allem Norman Paechs zu sein und das hat sich mit deren Beiträgen hier einmal mehr bestätigt.

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