Die NATO

Vom Verteidigungsbündnis zur Weltpolizei?

Beck’sche Reihe München 2008, 200 S.

Varwick, Johannes

 

Wichtige Passagen

Keine Schwerpunktempfehlung

 

Inhaltliche Zusammenfassung

Insbesondere seit dem Zusammenbruch des Kommunismus gab es in der NATO gravierende Veränderungen. Viele fragen sich inzwischen, ob die NATO Aufgaben als Weltpolizei wahrnimmt, was ihr gar nicht zusteht. Wer entscheidet über die Wahl der Mittel, die von ihr eingesetzt werden? Wie sieht die Zukunft der Allianz in einer Welt aus, die sich durch grenzüberschreitende Gefahren bedroht sieht? Über ihr ursprünglich exakt begrenztes Einsatzgebiet hinaus weit ausgreifend sieht sie sich heute völlig neuen Herausforderungen gegenüber.

Es bleibt die Frage, wie sich die NATO in den nächsten Jahrzehnten strategisch ausrichten wird. Die neuen Sicherheitsbedrohungen sind derart vielschichtig, dass automatische Reaktionen des gesamten Bündnisses wie bei einer Verletzung des Bündnisgebietes nach früherem Denkmodell kaum noch vorstellbar sind. Wir sehen das in Afghanistan, wir sahen das in Libyen. Länder der südlichen Hemisphäre wehren sich gegen derartige aus ihrer Sicht neokolonialistische Absichten des Nordens unter amerikanischer Führung. Aber auch in den NATO-Staaten selbst gibt es starke Widerstände gegen diese Art von Auslandseinsätzen, schon beim Kosovo-Einsatz gab es durch die Bevölkerungen kaum Unterstützung.

Varwicks Prognose: Die wirklich schwierigen Debatten über eine gemeinsame Sicherheitspolitik stehen der EU erst noch bevor. Und Europa wird zukünftig mehr selbst für die eigene Sicherheit tun müssen.

 

Entdeckte Rezensionen

Zeitschrift für Sicherheitspolitik 4/2009, Olaf Theiler

SZ, Thomas Speckmann, 06.04.2009

lehrerbibliothek.de, Jona Liebl, 2009

DIE WELT, Thomas Medicus, 09.08.2008

FAZ, Rainer Pommerin, 10.06.2008

„Das Parlament”, Franz Borkenhagen, 19.05.2008

Michael Rühle, Leiter Planungsreferat der Politischen Abteilung der NATO, Brüssel, März 2008

Politische Studien, Reinhard C. Meier-Walser,  März/April 2008

Internationale Politik 3/2008, Constanze Stelzenmüller

Vorwärts, Robin Rüsenberg, 08.04.2008

 

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