Der lange Schatten der Vergangenheit

Erinnerungskultur und Geschichtspolitik

Beck München 2006, 320 S.

Assmann, Aleida

 

Wichtige Passagen

Wenn man nicht alles lesen will, Anfang und Ende sind Pflicht!

Individuelle und kollektive Konstruktionen   S. 21 – S. 62
Schluss: Der lange Schatten

Danach entscheiden, ob der Stil der Autorin reizt. Zur Hilfestellung aber nicht weniger als fünf Rezensionen!

 

Inhaltliche Zusammenfassung

Assmann untersucht klar und anschaulich unterschiedliche Wege, die von individuellen zu kollektiven Konstruktionen der Vergangenheit führen. Es geht anfangs um individuelle, soziale, kulturelle und soziale Gedächtnisse, über Strategien der Verdrängung und mündet in Europäische Erinnerungen nach 1945. Zum Schluss spricht sie Nietzsche zitierend vom langen Schatten:

„Was nicht aufhört, wehzutun, bleibt im Gedächtnis. Das ist das Gesetz der ältesten kulturellen Memotechnik.“

Meint: Was die Opfer nicht vergessen KÖNNEN, das DÜRFEN die Nachkommen der Täter nicht vergessen.

Am Anfang des 21. Jahrhunderts geht mit dem wachsenden Interesse am Gedächtnis eine Wiederaufladung der Geschichte mit Gefühlen einher, die mehr mit Jammer als mit Jubel zu tun haben. Wenn man Staatsgäste aus aller Welt durchs Brandenburger Tor führe und dieses benutze, um eine neue nationale Identität zu gründen, müsse man dieses andere Tor weit weg in Polen mitdenken, mitspüren.

 

Entdeckte Rezensionen

Hartmut Boger, Wiesbaden: Er rät, von dieser Autorin zuerst „Geschichte im Gedächtnis (2007) zu lesen, denn da werde das wissenschaftliche Handwerkszeug dargelegt. Er sieht die Autorin als herausragende Gegenwartsdeuterin.

Meike Penkwitt: „Eine erneute Umschrift des großen Endlosbuches“ und weist positiv auch auf die anderen Werke der Autorin hin.

Als eher „vage“ und „diffus“ sehen das Buch: ZEIT online sowie Michael Heinlein, HU Berlin

„Nie wieder Gulag“ höre man bis heute kaum, sagt Ulrike Ackermann

 

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