Der Aufstieg der Anderen

Das postamerikanische Zeitalter

Siedler München 2008, 304 S.

Zakaria, Fareed

 

Wichtige Passagen

Kapitel 3 (Nicht-westliche Welt?) und die beiden Amerika-Kapitel 6 und 7 sind aus meiner Sicht am interessantesten, wenn man nicht das ganze Buch lesen will oder kann.

 

Inhaltliche Zusammenfassung

Die neue Welt liegt nicht mehr in Amerika. Dessen Vormachtstellung wankt. Es ist ja nicht nur das katastrophale Erbe von Bush. Die wesentliche Entwicklung ist die neue und enorme ökonomische Macht von Indien, China, Russland oder Brasilien (BRIC). Zakaria nennt die Gründe und gibt einen Einblick in das postamerikanische Zeitalter, wobei das Selbstbewusstsein der aufsteigenden Länder mit viel Skepsis betrachtet wird. Der Autor meint aber, es läge am Westen, ob diese Machtverschiebung sich als Chance oder als Bedrohung erweise. Wenn die USA so multilateral handelten, wie sie es seit Jahrzehnten predigten, könnte die neue Situation durchaus zu mehr Wohlstand für alle führen. Der Weg zur Macht führe über Märkte, nicht über Imperien, hat der Rezensent der SZ herausgefunden, jener der FAZ jedoch befürchtet, dass in Zakarias Buch alle äußeren Bedrohungen minimalisiert würden, alle Überlegungen zur konfliktträchtigen Seite der Weltpolitik kämen bei ihm einfach zu kurz.

 

Entdeckte Rezensionen

FAZ „Anpassung und Gelassenheit“ (Die Rolle der Vereinigten Staaten im 21. Jahrhundert), Christian Hacke, 19.05.2009: Er sieht die äußeren Bedrohungen vernachlässigt.

SZ „Das letzte Imperium“, Cord Aschenbrenner, 08.02.2010: Die Analyse beruht auf einem kaum angezweifelten Wachstumsglauben, aber man merke, dass das Buch vor der großen Krise verfasst wurde.

 

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