Berlin, Kabul, Moskau

Oskar Ritter von Niedermayer und Deutschlands Geopolitik

Universitas München 2002, 510 S.

Seidt, Hans-Ulrich

 

Wichtige Passagen

Dies ist ein von Anfang bis zum Ende hin spannend geschriebenes Buch.

(Es ist offenbar auch für viele bei uns spannend geworden. Mein Exemplar wurde 2004 in Bonn damals für 9,99 Euro verramscht, war ja unverkäuflich. Der Preis antiquarisch ist inzwischen längst dreistellig!)

 

Inhaltliche Zusammenfassung

Dies ist ein ganz spannend geschriebenes Buch über eine der geheimnisvollsten Persönlichkeiten der deutschen Außenpolitik.

Persien und Afghanistan, Bagdad, Kabul und Moskau sind Stationen dieses Lebensweges, der neue Einblicke in die Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnet. Wir können die Kontinuitäten des außenpolitischen Denkens und Handelns nachempfinden, die aus dem neunzehnten Jahrhundert bis in diese Tage des Bundeswehreinsatzes führen. Niedermayer war Führer einer deutschen Afghanistan-Expedition 1916 und Verbindungsmann der Reichswehr in Moskau. In Russland baute er ein Ausbildungszentrum für Luftwaffe und Panzertruppe auf. Er lehrte als Professor in Berlin. Als General führte er die 162. (Turk) Infanteriedivision der Wehrmacht im Ostkrieg. Nach dem 20. Juli 1944 wurde er verhaftet, bei Kriegsende floh er aus dem Gefängnis in Torgau und stellte sich der Roten Armee, hoffte, dass ihn seine damaligen Kontakte retten würden. Er starb aber  1948 – in sowjetischer Haft.

Der Autor Hans-Ulrich Seidt war von 2006 bis 2008 deutscher Botschafter in Afghanistan, derzeit in Südkorea.

 

Entdeckte Rezensionen

Ausführliche Buchkritik bei www.inkultura-online.de/kabul.htm

Es gibt eine kürzere Rezensionsnotiz zu SZ, 11.07.2003 von Christian Jostmann

 

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