Afghanistan Code

Eine Reportage über Krieg, Fundamentalismus und Demokratie

Edition Nautilus Hamburg 2010, 155 S.

Thörner, Marc

 

Wichtige Passagen

Dieses Buch liest man am besten von vorn bis hinten durchgehend. Ob es für einen spannend sein kann – es gibt ja inzwischen auch viel Konkurrenz – sollte man anhand der SZ-Rezension von Franziska Augstein herausfinden.

Und bevor man 16 Euro ausgibt: Lieber vorher ansehen.

 

Inhaltliche Zusammenfassung

Der in Hamburg lebende Autor recherchierte 2008/09 anderthalb Jahre lang als eingebetteter Journalist in Afghanistan. Mal war er bei der Bundeswehr, dann bei den Franzosen und auch bei den Amerikanern. Er ist inzwischen der Ansicht: Der islamische Extremismus, der durch ISAF bekämpft wird, hätte sich erst durch die Zusammenarbeit von Aufstandsbekämpfern und konservativen örtlichen Autoritäten entwickelt. Und diese Zusammenarbeit verhindere, dass sich islamische Gesellschaften demokratisierten und der ausländischen Dominanz entzögen.

Der islamische Extremismus bedrohe den Westen gar nicht.

Die Rezensentin der SZ fragt sich, was deutsche Truppen in einem Land zu suchen hätten, dessen innere Konflikte sie entweder nicht ganz überschauten oder im Interesse der unkomplizierten Mandatsausübung ignorierten.

Vielleicht, der Gedanke kommt grad hoch, eventuell kann man sich die 150 schnellen Seiten auch sparen und begnügt sich mit der Rezension, innerhalb derer uns auch die SWP-Expertin Citha Maass zu dem Einsatz etwas sagt und in der auch etwas zu dem Luftangriff (Tanklaster) vom 04.09.2009 zu lesen ist: Die Tadschiken wollten die Deutschen dazu einspannen, gegen die Paschtunen vorzugehen, wie es dem Autor von einem afghanischen Kollegen „brühwarm“ erklärt wurde….

 

Entdeckte Rezensionen

SZ „Für wen kämpft die Bundeswehr in Afghanistan?“, Franziska Augstein, 15.03.2010

 

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