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Unser Auftrag in Kurzform weiter...

Rundbrief I/2012 steht für registrierte Signaler zum Download bereit. *** Signaler zeigten Flagge gegen Petersberg II.

Das Darmstädter Signal ist für den Inhalt externer Webseiten nicht verantwortlich.

Demo gegen Afghanistan-Konferenz in Bonn
Gegen eine Friedenskonferenz zu demonstrieren klingt widersprüchlich. Nur der Name ist Schall & Rauch. Lasst Euch nicht täuschen!


Malayisches Gericht spricht Bush & Blair Kriegsverbrechen schuldig
Der frühere US-Präsident George W. Bush und der ehemalige britische Premierminister Tony Blair wurden wegen begangener Kriegsverbrechen und Verbrechen an der Menschlichkeit durch das Tribunal für Kriegsverbrechen in Kuala Lumpur angeklagt und nach einer vier Tage Anhörung in Malaysia im November 2011 schuldig gesprochen.


10. Jahrestag 9/11
Jochen Scholz, Oberstleutnant a.D. der Luftwaffe (NATO) erklärt die Unwahrscheinlichkeit, dass 19 Araber aus einer Höhle- das beste Luftverteidigungssystem der Welt ausgetrickst haben könnten.


Deutsche Gewehrfabrik in Saudi-Arabien
Laut einem Bericht des ARD-Politmagazins "Kontraste" soll eine deutsche Rüstungsfirma dem Königreich Saudi-Arabien den Export von Gewehren ermöglichen. Das Magazin spricht von Beihilfe beim "Bau einer Waffenfabrik". Es geht um das Sturmgewehr G-36 der Firma Heckler & Koch, das zur Ausrüstung der Bundeswehrsoldaten gehört. Eine saudische Rüstungsfirma soll das Gewehr in einer genehmigten Lizenz produzieren - aber gleichzeitig das Gewehr international zum Kauf anbieten. Die Verbindungen von Heckler & Koch zur Bundesregierung sind dubios. Eine wirksame Kontrolle von Lizenzfabriken gibt es nicht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis deutsche Soldaten gegen deutsche Waffen in den Kampf ziehen. Selbst der stv. Fraktionsvorsitzende der SPD Gernot Erler gibt zu, "[das] verstößt ... in eklatanter Art & Weise gegen unsere gesamten politischen Richtlinien für den Rüstungsexport."
RBB Kontraste am 11.08.2011 [11:19]:


Afghanistan: Verhandlungen mit den Taliban zu spät!
Der bekannte ehemalige Oberstarzt der Bundeswehr Reinhard Erös äußert sich in D-Radio-Kultur über die aktuelle Situation in Afghanistan und analysiert die dortigen Entwicklungen und Chancen. Reinhard Erös zeigt seit Jahrzehnten, wie sinnvoll, effektiv und humanitär geholfen werden kann. Während Regierungen und große Hilfsorganisationen noch reden, hat er schon gehandelt. Seine ganze Familie steht 100% hinter dem was er tut und unterstützt ihn. Er liebt die Afghanen, respektiert ihre Tradition und spricht ihre Sprache.
D-Radio Kultur am 21.06.2011 [11:41]:


Kein Bock auf Bund
Freiwilligenarmee Bundeswehr: Wie kann sie attraktiver werden? Kann sie ein normaler Arbeitgeber sein, einer der den Tod in Kauf nimmt? Jürgen Rose verteidigt die Positionen des Darmstädter Signals gegenüber Staatssekretär C. Schmidt (CSU), den die ZDF Log in Redaktion wesentlich häufiger zu Wort kommen ließ. Allen Gegenrednern kam somit leider nur die Rolle der "demokratischen Badehose" in dieser Sendung zugute.
Gäste:
Michael Schulze von Glaßer, Journalist und Autor
Jürgen Rose, Oberstleutnant a.D. und Publizist, "Darmstädter Signal" - Arbeitskreis kritischer Soldaten
Nils-Ole Raßmus, Oberleutnant, Wehrdienstberatungsoffizier Bereich Brandenburg / Sachsen-Anhalt
Christian Schmidt, CSU-Bundestagsabgeordneter, Parlamentarischer Staatssekretär für das Ressort Verteidigung
ZDF Log in am 25.05.2011 [61:36]:
Zum Video


Bedingt reformfähig
Die Rekrutierer sind unterwegs. Mit Spots, Auftritten bei Bildungsmessen und Touren ihres Info-Trucks will die Bundeswehr Nachwuchs gewinnen. Eine fordernde Aufgabe, denn wie werbe ich mit Gefahren, Traumata, Angst und Tod - all das kommt bei den Einsätzen der Bundeswehr in Kriegsgebieten vor. Doch Freiwillige zu gewinnen, wird für die Bundeswehr immer schwieriger, seit die Wehrpflicht ausgesetzt ist.
von J. Bartz, F. Kurz und U. Stoll
ZDF Frontal21 am 24.05.2011 [07:37]:

Audio-Link vom 24.05.2011 [07:37]:


Wohin marschiert die Bundeswehr?
Die Bundeswehr soll sparen aber gleichzeitig für Freiwillige attraktiv werden und sich verstärkt auf Auslandseinsätze einstellen. Wie muss sich die Truppe verändern?
Gäste:
Karin Evers-Meyer, SPD-Bundestagsabgeordnete, Mitglied im Verteidigungsausschuss
Henning Otte, CDU-Bundestagsabgeordneter, stellvertretender Vorsitzender des Bundesfachausschusses für Außen-, Europa- und Sicherheitspolitik
Jörg Wiebach, Kapitänleutnant, Ausbilder und Sprecher "Darmstädter Signal" - Arbeitskreis kritischer Soldaten
NDR Info Redezeit am 18.05.2011 [55:56]:


Die Automatisierung des Krieges
Wer kennt sie nicht, die Terminatorfilme mit Arnold Schwarzenegger. Noch werden die Drohnen ferngesteuert, doch im Beitrag wird längst von autark operierenden Waffensystemen gesprochen. Die Forscher des Todes in ihrem guten Glauben schreiben längst an Routinen, die Schuldgefühle bei den Aufklärungs- und Schießautomaten steuern helfen sollen. Modernes Militär, darunter auch die Bundeswehr haben sich den Cyberwar - das Gefecht um die Herrschaft über die virtuelle Welt - zur Aufgabe gemacht. Hier sind die Grenzen fließend. Kommunizieren die autarken Drohnen im Cyberspace miteinander, können sie durch Angriffe auf die virtuelle Welt manipuliert werden. Wie einfach das sein kann, zeigen die Berichte über in Afghanistan beschlagnahmte Computer, auf denen die Bilder von NATO-Drohnen vermutlich von Schmugglern live mitgeplottet worden sind.
3sat am 16.05.2011 in 3 Teilen [09:23, 09:24, 09:25]:


Verschiedene Sachdarstellungen
- Dauerprüfung - Friendly fire Zwischenfall in Afghanistan [bis 05:00];
- Organhandel-Vorwurf im Kosovo [bis 11:53];
- Libyenkrieg - Präzendenzfall für künftige Interventionen? [bis 21:36];
- Bundeswehr - Der Fall Florian Pfaff [bis 29:51]
Manuskript
von Andreas Flocken und Jerry Sommer
NDR Info - Streitkräfte und Strategien am 09.04.2011
Audio-Link vom 09.04.2011 [gesamt 29:51]:


Verrohung und Kultur des Krieges
US-Soldat gesteht Mord an afghanischen Zivilisten. Der US-Soldat Jeremy Morlock hat sich vor einem Militärgericht im US-Bundesstaat Washington schuldig bekannt, drei unbewaffnete Zivilisten in Afghanistan getötet zu haben. Das berichten übereinstimmend US-Medien. Der Schritt war erwartet worden, weil sich der 22-Jährige vor Prozessbeginn dazu bereiterklärt hatte, gegen vier Soldaten seiner Einheit auszusagen. Unter ihnen ist auch der mutmaßliche Anstifter zu den Taten, Feldwebel Calvin Gibbs. Auch er ist des Mordes angeklagt, sein Prozess soll aber erst später beginnen.
ARD Tagesthemen am 23.03.2011 [06:18]:


Waffen für Öl - Deutsche Sturmgewehre sichern Macht der Despoten
Jahrzehntelang galten Arabiens Diktatoren dem Westen als Garanten für den ungehinderten Zugang zum Erdöl. Im Gegenzug gab es großzügige Waffenlieferungen - auch aus Deutschland, obwohl Waffenexporte eigentlich verboten sind, wenn die Käufer die Menschenrechte verletzen. Jetzt steht zu befürchten, dass die aufkeimende Oppositionsbewegung mit deutschen Waffen niedergemacht wird.
RBB Kontraste Extra am 17.03.2011 [07:49]:


Feldpost
Deutsche Soldaten schreiben aus Afghanistan
Es gibt wieder Feldpost aus einem Krieg mit deutscher Beteiligung. Seit zehn Jahren kämpfen deutsche Soldaten in Afghanistan einen zermürbenden Kampf. Was 2001 als Friedensmission begann, wird mittlerweile auch offiziell als Krieg bezeichnet. Im Januar 2011 rätselte man über 40 geöffnete Feldpostbriefe von dort. Jetzt ist das Buch "Feldpost. Briefe Deutscher Soldaten aus Afghanistan" erschienen.
U.a. mit Oberstleutnant a.D. Bertram Hacker vom Darmstädter Signal
3sat Kulturzeit am 04.03.2011 [07:24]:


Todesschützen frei, Enthüller in Haft
Verursacht dieser Beitrag ähnliche Emotionen bei Ihnen, wie Ethan McCord oder Ray McGovern beschreiben, sollten Sie sich beim Darmstädter Signal melden. Panorama stellt mit dieser MAZ genau die Fakten dar, wovor wir warnen. Die Bundeswehr scheint auf dem besten Weg, in einen vergleichbaren Fall verwickelt werden zu können. Dies darf niemals geschehen! Gegen die Todesschützen aus dem Hubschrauber und den Vorgesetzten der betroffenen Befehlskette besteht eindeutig der dringende Tatverdacht eines Kriegsverbrechens. Es musste ermittelt werden. Dieser Pflicht kam das Pentagon auch nach. Das Ergebnis bestätigt den Tatverdacht widererwarten jedoch nicht. Stößt das Rechtssystem an seine Grenzen? Ist der Manipulation Tür und Tor geöffnet? Und was wird jetzt aus Bradley Manning? Ist die Einzelhaft unter den genannten Bedingungen tatsächlich verhältnismäßig? Der gesunde Menschenverstand sträubt sich dagegen. Zu Recht!
NDR Panorama am 10.02.2011 [12:40]:

Audio-Link vom 10.02.2011 [12:40]:


Deutsche Waffen für Ägypten
Bundeskanzlerin und Außenminister fordern inzwischen rasche Reformen in Ägypten. Offen bleibt dabei aber die Frage, warum Deutschland im letzten Jahr die Rüstungsexporte nach Ägypten verdoppelt hat.
Stellungnahmen von Frau Elke Hoff (FDP) und Dr. Angela Merkel (CDU) sollen die Angelegenheit relativieren.
Zusätzlich zum Skandal nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass künftig auch Bundeswehrsoldaten durch Schusswaffen aus der Produktion von Unternehmen des eigenen, zu verteidigenden Staates verwundet und getötet werden. Forderungen nach Abrüstung und Rüstungskontrolle müssen konsequent und gründlich realisiert werden!
MDR Fakt am 07.02.2011 [03:55]:

Audio-Link vom 07.02.2011 [03:55]:


Bundesregierung friert Rüstungsexporte nach Ägypten ein
Dies berichten die Agenturen afp und dapd am 04.02.2011. Einen Tag zuvor, am 03.02.2011, hatte "Kontraste extra" über die deutschen Waffenexporte an das Mubarak-Regime berichtet.


Aus dem Inneren eines Überwachungsstaates
Ein junger Mann erfährt durch eine Panne bei seinem Mobilfunkbetreiber, dass er von Verfassungsschutz und BKA abgehört wird. In einer Zeitung, der Polizisten die Abhörprotokolle verkauft haben, liest er ein Gespräch seiner Freundin im Wortlaut. Die Schlagzeile, seine Verhaftung als angeblicher Gründer der terroristischen Vereinigung „Militante Gruppe“ stehe unmittelbar bevor, lässt ihn wochenlang bei jedem Geräusch hochschrecken.
Nach sieben Jahren vergeblicher Bemühung um Aufklärung, nach Hausdurchsuchung und Verhaftung zieht das Bundesverfassungsgericht eine Grenze. Der „Terrorist“ erhält Akteneinsicht, das Verfahren wird eingestellt. Obwohl die Geheimdienste sich der Aufklärung verweigern, lässt sich die Geisteshaltung der Ermittler anhand ihrer eigenen Aufzeichnungen nachvollziehen. Es kann jeden treffen!
Produktion: DLF 2009, Autorin: Holger Siemann, Redaktion: Dorothea Runge
WDR5 am 06.02.2011 [53:35]:


When the Dust Settles
Animated short on the impact of depleted uranium weapons and the international campaign against them, produced by the International Coalition to Ban Uranium Weapons and IKV Pax Christi.
Ein Informationsvideo der internationalen Koalition, welches die DU-Thematik in wenigen Minuten zusammenfasst und erläutert. Wir finden, dass dieses Video sehr gut gelungen ist und die wesentlichen Punkte gut veranschaulicht. Über eine möglichst weite Verbreitung würden wir uns sehr freuen. ICBUW ist derzeit auf der Suche nach Volontären für eine deutsche Sprachfassung des Videos.
ICBUW am 03.02.2011 [06:40]:


Drohnenkrieg - Willkürliches Töten
Drohnen machen in Pakistan gezielt Jagd auf Islamisten. Im Oktober 2010 wurde ein Deutscher dabei getötet. Die Bundesregierung schweigt. Wie weit darf der Rechtsstaat für unsere Sicherheit gehen?
Die USA setzen im Hightech-Krieg gegen den Terror u.a. diese spektakuläre, aber auch höchst umstrittene Methode ein: die gezielten Tötungen mit Hilfe von Drohnen, ferngesteuerter Fluggeräte. Ein Verdacht reicht aus, um mutmaßliche Terroristen per Beschuss hinzurichten, ohne Festnahme, ohne Gerichtsverfahren.
RBB Kontraste Extra am 03.02.2011 [08:04]:

Audio-Link vom 03.02.2011 [08:04]:


Was passierte wirklich auf der Gorch Fock?
Das politische Krisenmanagement bei der Affäre um die "Gorch Fock" hat versagt. Jahrelang haben Dienststellen der Deutschen Marine den Bundestag, die Öffentlichkeit und offenbar auch das Bundesverteidigungsministerium nicht ausreichend über Vorwürfe und Kritik einiger Offiziersanwärter informiert.
A. Halbach, W. Kramer, F. Kurz und K. Meseberg haben mal wieder ausgezeichnet recherchiert.
ZDF Frontal21 am 01.02.2011 [07:48]:

Audio-Link vom 01.02.2011 [07:48]:


Welche Ausbildung braucht die Bundeswehr?
Was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter. Immer wieder berichten junge Soldaten über Drill und entwürdigende Rituale bei der Bundeswehr. Der Unfall auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" wirft ein Schlaglicht auf die Härte im Umgang mit Offiziersanwärtern.
Welche Rolle spielen das sogenannte Schleifen und der unbedingte Gehorsam im Selbstverständnis moderner Armeen? Ist der Bürger in Uniform nur eine schöne Idee? Welche Schwächen, aber auch welche Stärken gibt es in der Ausbildung der Bundeswehr? Was kann und sollte sich ändern?
Gäste:
Jörg Wiebach, Kapitänleutnant, Ausbilder und Sprecher "Darmstädter Signal" - Arbeitskreis kritischer Soldaten
Reinhold Robbe, ehemaliger Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages
Elke Hoff, sicherheitspolitische Sprecherin der FDP
Alois Bach, Brigadegeneral und Kommandeur, Leiter des Zentrums innere Führung
NDR Info Redezeit am 25.01.2011 [53:40]:


Seenot: Wohin steuert zu Guttenberg?
In diesen Tagen laufen die Telefone heiß. Es besteht mal wieder ein gewaltiger Informationsbedarf bei der Presse. Leider immer nur dann, wenn es um sog. Skandale geht. Die Bundeswehr kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Es sind Schicksale, sogar Menschenleben mit im Spiel. Ob geöffnete Feldpostbriefe, der ungeklärte Tod des Hauptgefreiten O. oder die Umstände auf der Gorch Fock II vor und nach dem Tod von Obermaat (OA) S. bzw. der Kadettin Jenny B. beschreiben nur oberflächlich den Zustand einer Bundeswehr, die unter dem Damokles-Schwert der ständigen Transformation keine Struktur endgültig einnehmen darf und an Verwaltungsauflagen erstickt. Sollten Köpfe rollen, drohen es die falschen zu sein. Bald wird Gras über die Sache wachsen bis zum nächsten Zwischenfall. Aber Verteidigungsstaatssekretär Kossendey, der im Verteidigungsausschuss in der 3. KW 2011 augenscheinlich wiederholt die Unwahrheit gesagt hat, bleibt weiter im Amt.
Kapitänleutnant Jörg Wiebach im Interview
ZDF heute journal am 23.01.2011 [03:48]:


Geschäfte mit Streubomben
Seit August 2010 ist das Streubomben-Verbotsabkommen von Oslo in Kraft. Doch diese Waffen sind gefragt wie eh und je. In Nichtunterzeichnerstaaten wie den USA, Südkorea oder auch Singapur wird Streumunition weiterhin produziert. Die Aktien sind lukrative Anlagen und auch viele Finanzinstitute in der EU greifen zu: Sie investieren in "tödliche Renditen". Wie kann es sein, dass dies in EU-Staaten geschieht, die das Völkerrechtsabkommen zur Ächtung von Streubomben unterzeichnet und ratifiziert haben? Wie kann es sein, dass deutsche Banken und Versicherungen dabei sogar zu den führenden Investoren gehören? Eine Recherchereise über Berlin, Amsterdam, Den Haag, Brüssel und Oslo verschafft Einblicke in die Intransparenz der Finanzmärkte und die Unwissenheit von Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft.
Produktion: DLF/WDR 2011, Autorin: Sigrid Dethloff, Redakteurin: Marita Knipper
WDR5 am 23.01.2011 [53:43]:


Soldaten stehen stramm in Reih und Glied
Wer nicht bedingungslos bereit ist in Angriffskriege zu ziehen, wird rausgemobbt. Ein Grundsatz der Bundeswehrführung ist es, dass Vorgesetzte bei ihren Befehlen zwischen den individuellen Rechten des freien Bürgers und den militärischen Pflichten des Soldaten abwägen sollen. Nach Ansicht des Oberstleutnant im Ruhestand, Jürgen Rose, tut sich die deutsche Armee jedoch schwer damit.
Jürgen Rose im Gespräch mit Ute Welty
Dradio am 22.01.2011 [05:41]:


Der Verteidigungsminister und die Rüstungsindustrie
Der A400M-Vertrag mit EADS sah eindeutige Vertragsstrafen bei Nichterbringung der Leistung vor. Minister zu Guttenberg verzichtete auf ca. 400 Mio. Euro für den Haushalt und sieben Maschinen. Jetzt zahlt Deutschland mehr für weniger Flugzeuge, die weniger können. Der Politikstar zu Guttenberg geht in die Offensive, redet sich raus und lässt später die Reporter mit fadenscheiniger Begründung vor verschlossenen Türen stehen. Verkehrte Welt? Stehen Sponsoren für zu Guttenberg dahinter? Eine Hand wäscht die andere, doch der Widerspruch bleibt. Welche Philosophie verfolgt der Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden tatsächlich? Die Rüstungsindustriellen blasen den Politikern den Marsch. Und die Soldaten verrecken im Krieg, den Otto-Normalverbraucher nie wollte.
Dr. Lutz Unterseher interpretiert die Umstände im folgenden Video-Beitrag bei der Sendung Fakt
MDR am 17.01.2011 [06:59]:

Audio-Link vom 17.01.2011 [06:59]:


Baustelle Bundeswehr
Lange hat es gedauert. Die schwarz-gelbe Bundesregierung verabschiedete sich nach über 50 Jahren von einem Markenzeichen konservativer Sicherheitspolitik, der Wehrpflicht. Und auch sonst soll die einstige "Schule der Nation" jetzt radikal umgebaut werden. Statt wie bislang 240.000 Soldat(inn)en sollen künftig nur noch gut 185.000 Männer und Frauen Deutschlands Sicherheit - zunehmend im Ausland - verteidigen. Die kleinere Armee soll zudem offiziell Interessen unserer Nation, die das Grundgesetz nicht definiert, sichern. "Der Bedarf an Rohstoffen steigt ständig", sagte Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg. Mögliche Folgen der Verknappung der Rohstoffe "seien für uns von strategischer Bedeutung." Deswegen will der forsche Minister die Armee ziemlich umkrempeln. Die Hälfte aller Stellen im Verteidigungsministerium sollen gestrichen werden, weil das Ministerium "systematisch überstrapaziert" und "nicht erfolgsfähig" sei. So urteilte die von zu Guttenberg eingesetzte Strukturkommission der Bundeswehr. Sie stellte auch der Verwaltung ein vernichtendes Zeugnis aus. Gleich ob es um die Bestellpraxis von Flugzeugen, Hubschraubern oder Panzern geht. Stets kommen die Lieferungen um Jahre zu spät, dafür aber um Milliarden teurer. Und auch sonst diagnostiziert die Dokumentation in der Truppe ein über Jahre gepflegtes organisatorisches Chaos von doppelter militärischer und politischer Führung.
Hubert Seipel besuchte Politiker, Planer und Soldaten. Seine Reportage "Wohin marschiert die Armee" ist mehr als eine Bestandsaufnahme der Bundeswehr, die jahrelang zwischen Vernachlässigung und Überforderung marschierte und jetzt auf neue Aufgaben und neue Kriege vorbereitet werden soll.
Deutschland schafft es scheinbar wieder nicht, mit seiner Militärtradition zu brechen. Formaldienst aus napoleonischer Zeit und lauter Umgangston bleiben auch in einer modernisierten Truppe erhalten. Im Alltag stehen Makel an der Uniform, mit ihrem unzeitgemäßen Schnitt, im Vordergrund und die Selbstverwaltung der Bediensteten hemmt zusätzlich einen raschen Umbau des Apparates.
ARD am 12.01.2011 [43:57 in 3 Teilen]:

Audio-Link vom 12.01.2011 [43:57]:


Enthüllungen bei Wikileaks
In einer Demokratie kommt alles irgendwann ans Licht. Diejenigen, die heute Wikileaks bekämpfen, zählen nicht zum demokratischem System oder haben eventuell selbst Dreck am Stecken. Der Cyberkrieg ist in vollem Gange. Und dabei geht es zum Teil um brisante Informationen.
1. Beispiel US-Außenministerium, Dokument 134777 "Gebrauch von Streubomben": Die USA zwingen Afghanistan trotz für Afghanistan verbindlicher UN-Konvention aus dem Jahre 2010, die Lagerung und den Gebrauch von Streubomben in Afghanistan weiter zu ermöglichen. Das greift zum einen in die Handlungsfreiheit eines Staates ein und zum anderen kontakariert es die UN-Streubombenkonvention.
2. Beispiel Dokument NATO-52: Von 50 Millionen Euro deutscher Aufbauhilfe für Afghanistan aus dem Oktober 2009 behielten die US-Armee 15%, in Zahlen 7,5 Millionen Euro, für Verwaltungsgebühren ein. Jetzt wissen wir als Steuerzahler und Steuerzahlerinnen endlich was Sache ist und haben ein Argument mehr gegen ein deutsches Weiterso in Afghanistan. Jetzt Militär abziehen! Nur noch bilateral helfen! NATO maßregeln!
WDR Monitor am 09.12.2010 [05:39]:


Kampfhubschrauber Tiger
Der von Deutschland und Frankreich gemeinsam seit Anfang der achtziger Jahre entwickelte Kampfhubschrauber "Tiger" ist immer noch nicht einsatzbereit. Inzwischen sei auch die Planung für den "Tiger" überholt, stellt Professor Michael Brzoska vom Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik fest. Der "Tiger", der als Panzerabwehrhubschrauber konzipiert wurde, nütze wenig in den asymmetrischen Kriegen des 21. Jahrhunderts. Die deutsche Tiger-Version verfügt über eine Technik, mit der Lenkflugkörper verschossen werden sollen, die aber bis heute nicht ausgereift ist. Ein einziger Schuss mit dem PanzerAbwehrRaketenSystem (PARS 3 LR) koste 1,3 Millionen Euro, kritisiert der Bundesrechnungshof. Die französische Luftwaffe verzichtete auf das teure Raketensystem und bekämpft die Taliban schon jetzt mit "Tiger"-Hubschraubern, die unterhalb der Nase des Hubschraubers mit einer preiswerteren Maschinenkanone ausgerüstet sind. Das deutsche Modell kann diese Maschinenkanone nicht nachrüsten, weil hier die gesamte Avionik diesen Platz belegt. Außerdem verfügt der französische Tiger über ein leistungsstärkeres Triebwerk.
Im September 2010 musste die Bundeswehr zugeben, dass die "Einsatzbereitschaft des Unterstützungshubschraubers Tiger ... frühestens Anfang 2013 erreichbar" sei. Das widerspricht der Vorgabe des Bundesverteidigungsministeriums, welche in die Truppe kommuniziert wurde, demnach der Tiger ab 1. April 2012 in Afghanistan eingesetzt werden soll. Daran richtet sich jetzt alles aus! Außenminister Guido Westerwelle (FDP) will 2012 mit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan beginnen, "vorbehaltlich der Entwicklung der Sicherheitslage", sagt er. In Wahrheit soll in 2012 massiv aufgerüstet werden. So sollen beispielsweise acht NH90, davon zwei MedEvac ab 1. Juli 2012 in Afghanistan zum Einsatz kommen.
Ulrich Stoll über einen Pleitevogel, der die Steuerzahler vier Milliarden Euro kostet.
ZDF Frontal21 am 30.11.2010 [07:22]:


Deutsche Staatsbürger durch 100 Pfund US-Hellfire-Rakete getötet
Gezielte Tötungen von vermeintlichen Terroristen gleichen einem Todesurteil ohne Gerichtsverfahren. Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ist nach deutschem Recht ein Straftatbestand, der mit hohen Freiheitsstrafen belegt wird, nicht jedoch mit der Todesstrafe. Die Todesstrafe ist nach unserem Grundgesetz abgeschafft. Kein Geheimdienst hat die Lizenz zum Töten. Zivilisten, die einer Straftat verdächtig sind, werden festgenommen, von einem Anwalt vertreten, vor Gericht gestellt und gegebenenfalls schuldig gesprochen. Am 4. Oktober 2010 bombardiert eine US-Predator-Drohne ein Terroristencamp nahe der Ortschaft Mir Ali im Norden Pakistans. Unter den Todesopfern des Angriffs sind auch zwei Männer aus Deutschland: Der 20-jährige Bünyamin E. aus Wuppertal und Shahab D. aus Hamburg. Auf deutschsprachigen Islamisten-Seiten im Internet werden die Bilder der Toten präsentiert und die Männer als Märtyrer gefeiert.
Die Aussagen eines weiteren deutschen Terrorverdächtigen, der in Bagram in US-Gefangenschaft sitzt, haben vermutlich zu dem Angriff geführt - und auch zu den Terrorwarnungen für Deutschland. Doch was bringt anscheinend gut integrierte junge Männer dazu, Propaganda für Al Kaida zu betreiben und den Westen mit Hass zu überziehen? Der folgende Beitrag gibt Antworten.
A. Ginzel, M. Kraushaar, A. Senyurt und U. Stoll
ZDF Frontal21 am 30.11.2010 [06:42]:


Griechenland rüstet trotz Staatsbankrott und EU-Stütze
Vor weniger als einem halben Jahr stand Griechenland vor der Pleite. Die europäische Gemeinschaft konnte das Land nur durch massive Finanzhilfen retten. Die Bedingung: Die Griechen müssen drastisch sparen. Renten werden gekürzt, Löhne ausgesetzt, Steuern erhöht. Nur der Militärhaushalt bleibt von diesen Einsparungen weitgehend verschont. Hauptprofiteure: Deutsche und französische Rüstungsunternehmen, die seit Jahren milliardenschwere Rüstungsaufträge erhalten.
"Es ist ganz klar, dass alle Rüstungsausgaben von Griechenland zur Zeit de facto vom europäischen Steuerzahler und von europäischen Programmen finanziert werden; natürlich unter Mithilfe des IWF (Internationaler Währungsfonds).", bringt Daniel Gros, Direktor des Zentrums für Europäische Politik-Studien mit Sitz in Brüssel, zum Ausdruck. Gros erklärt die immensen Rüstungsausgaben der Griechen mit der "Erzfeindschaft" des Landes gegenüber der Türkei.
ZDF Frontal21 am 28.09.2010 [07:25]:


Angriff auf die Wehrpflicht - Die Bundeswehr-Reform
Seit Mitte des Jahres 2010 müssen junge Männer nur noch sechs Monate lang zur Bundeswehr. Und spätestens seitdem ist die Debatte über die Wehrpflicht voll entbrannt. Der Bundesverteidigungsminister will die Armee vollständig umbauen – und als Folge davon auf die Pflicht zum Dienst an der Waffe verzichten. Er hält ihn für nicht mehr zeitgemäß. Damit stand er in der Union lange vergleichsweise allein, inzwischen aber sind CDU und CSU offiziell auf seiner Linie. Außerdem soll die Truppe reformiert werden: kleiner, schlanker und angesichts ihrer internationalen Aufgaben, etwa in Afghanistan, auch schlagkräftiger. Gestrichen werden soll die Wehrpflicht allerdings nicht, sondern lediglich „ausgesetzt“. Wo ist der Unterschied? Was bedeutet eine Reform der Bundeswehr für die Soldaten und für die Bundesrepublik? Und: Welche Aufgaben und Einsätze sollte die deutsche Armee heute überhaupt noch haben? Ein Funkhausgespräch über die Truppe und ihre Zukunft.
Holger Beckmann leitete das Funkhausgespräch. Mit Elke Hoff (Verteidigungsexpertin der FDP), Jürgen Rose (Oberstleutnant a.D. und Autor "Ernstfall Angriffskrieg") und Wolfgang Schmelzer (stellv. Vorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes) am 23.09.2010 bei WDR5 [55:07]:


Bundesverfassungsgericht: Waffen der Bundeswehr im Inneren
Bei schweren Unglücksfällen darf die Bundeswehr auch im Inland eingesetzt werden. Gegenwärtig streiten der erste und der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts darüber, welche Waffen die Bundeswehr im Inneren gegen die Bürger einsetzen darf. Der erste Senat hält nur einen Waffeneinsatz, wie er auch der Polizei erlaubt ist, für zulässig. Der zweite Senat möchte nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung auch den Einsatz von Kriegswaffen gegen die Bürger zulassen. Bei gegebener Ernsthaftigkeit schien der Moderator zum Scherzen aufgelegt. Aber hören Sie selbst...
Interview: Jörg Wiebach am 03.08.2010 bei Radio LORA München [06:05]:

Das im Interview angesprochene CDU/CSU Strategiepapier finden Sie hier.


Afghanistan: Steuergelder für Warlords und Taliban?
Die Versorgung der ISAF-Truppen in Afghanistan ist ein Riesengeschäft. Allein das US-Militär zahlt über zwei Milliarden Dollar jährlich an private Unternehmen, die den Nachschub für die US-Truppen organisieren: Verpflegung, Benzin, Munition. Ein großer Teil dieser Summe, dies enthüllt jetzt ein Untersuchungsbericht des US-Kongress, wandert direkt in die Kassen afghanischer Warlords, die die Sicherheit der Trucks garantieren sollen. Es gibt sogar Hinweise, dass Aufständische an diesem Geschäft mitverdienen. Auch die Bundeswehr wird von privaten Dienstleistern versorgt, die den Nachschub "in eigener Verantwortung" organisieren. Eine Kriegsökonomie, die Geld in die Hände derer spült, die eigentlich niedergehalten werden sollen?
Bericht: Ralph Hötte, Jochen Leufgens, Nikolaus Steiner am 08.07.2010 bei ARD-Monitor [08:12]: Zum Beitrag


Oberstarzt a.D. Dr. med Reinhard Erös im Gespräch mit Michael Langer
Dr. Reinhard Erös, Jahrgang 1948, war Oberstarzt der Bundeswehr. Seit 25 Jahren engagiert er sich privat in und für Afghanistan. Er ist einer der erfahrensten und erfolgreichsten deutschen Entwicklungshelfer am Hindukusch. Geehrt wurde er für sein Engagement unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Mit seiner ganzen Familie gründete er die "Kinderhilfe Afghanistan", ein Hilfsprogramm das seinesgleichen sucht. Zuletzt erschien von ihm das Buch: "Unter Taliban, Warlords und Drogenbaronen" (Hoffmann & Campe). Reinhard Erös stellt an klaren Beispielen heraus, was interkulturelle Kompetenz wirklich bedeutet und macht mit eigenen Worten deutlich, warum das Militär in Afghanistan keinen Frieden erzwingen können wird.
Ein Audio-Beitrag des DLF vom 04.07.2010
Teil 1 [25:17]:

Fortsetzung Teil 2 [47:51]:


Blickrichtung auf die Wehrpflicht
Nicht einmal 20 Prozent eines Jahrgangs gehen heute noch zur Bundeswehr. Dennoch klammern sich weite Teile der CDU an das Konzept der Wehrpflicht, obwohl sich hinter der Fassade feierlicher Gelöbnisse von Rekruten allzu oft ein Wehrdienstalltag voller Frust und Langeweile verbirgt. Ein Bild über die verschwendete Lebenszeit junger Männer.

Audio-Link vom 01.07.2010 [06:35]:


Illegale Rüstungstransporte
Die “Faina”, ein illegales Waffenschiff, und ihre Crew wurden vier Monate lang von somalischen Piraten in Geiselhaft gehalten. Im Februar 2009 lief das Schiff unter ukrainischer Flagge in den kenianischen Hafen von Mombasa ein. 3,5 Millionen Dollar erhielten die Piraten. Das Bargeld wurde an einer geheimen Stelle von einem Flugzeug ins Meer vor Somalia geworfen. Lösegeld vom reichsten ukrainischen Bürger für die Mannschaft eines Schiffes, das dem stellvertretenden Verkehrsminister der Ukraine gehört. Vier weitere Frachter wurden für das Geschäft eingesetzt. Die Hintergründe um die “Faina” deckten Piraten am Horn von Afrika auf: An Bord fanden sie 33 ukrainische Panzer, 90 Tonnen Kalaschnikows, Munition, Raketen und israelische Elektronik, bestimmt für ein Krisengebiet in Afrika. Somit schützen und eskortieren internationale Marineschiffe unbedacht ihres Auftrages der Sicherung von Handelswegen und Transporten für das Welternährungsprogramm auch Kriegsgüter, denen eine internationale Schutztruppe irgendwann gegenüber stehen könnte und die das friedliche Zusammenleben der Völker untereinander gefährden. Spuren führen in die Ukraine, nach Deutschland, Großbritannien, und Israel.
Ein Audio-Beitrag von Rainer Kahrs,
Redaktion: Michael Augustin, Produktion: Radio Bremen 2010 zum Nachhören, 27.06.2010 [52:56]:


Bundeswehr unter Beschuss - Was wird aus der Truppe?
Wie steht es um die Wehrpflicht - zu diesem Thema diskutierten in der Phoenix-Runde Elke Hoff (FDP, Sicherheitspolitikerin), Ulrich Kirsch (Oberst, Deutscher Bundeswehrverband), Ernst-Reinhard Beck (CDU, verteidigungspolitischer Sprecher), Vizeadmiral a.D. Ulrich Weisser und Jürgen Rose (Publizist und Oberstleutnant a.D., Darmstädter Signal)
Audio-Podcast zur Sendung, 15.06.2010 [44:29]:


Afghanistan: Der Krieg der Frauen im Frieden
Die Ehre der Frauen in Afghanistan ist es unsichtbar sein – Aufmerksamkeit zu erregen, das bringt ihnen Schande. Das ist die Wirklichkeit, auch im Frieden, im weit von Kabul abgelegenen Panjshertal. Hier fallen keine Bomben, herrschen weder Terror noch Krieg. Dafür gebieten die Männer mit strenger Hand über ihre Frauen, wie seit Jahrhunderten schon.
Zarmina ist Lehrerin. Mit 17 träumte sie vom Frieden und davon, irgendwann einmal Fahrrad zu fahren. Mit 18 zwang man sie zur Ehe, mit einem 20 Jahre älteren Mann – ihm folgte sie von Kabul in ein Dorf im Panjshertal. Sie ist jetzt 36, hat sechs Kinder, von ihren Träumen hat sich keiner erfüllt. Es ist nicht leicht für sie, unsichtbar zu bleiben, denn schon ihre Bildung unterscheidet sie von allen anderen im Dorf – auch von den Mullahs, ihren Kollegen an der Schule. Zarmina unterrichtet eine Mädchenklasse – bis vor zehn Jahren gab es das nicht im Panjsher. Die Mullahs an der Schule haben den Englisch-Unterricht verhindert, sie wollen eigentlich nur islamische Fächer lehren. Bildung für Mädchen führt zu Hochmut, sagen sie. Für die Mädchen aber ist die Schule ein Zipfel Hoffnung – irgendwann vielleicht einmal einen Beruf zu lernen, vielleicht sogar zu studieren, auf jeden Fall einen großen Schritt vorwärts zu machen und das Korsett der Traditionen zu lösen. ARTE-Reporterin Galina Breitkreuz und ihr Team haben ein Stück Wirklichkeit in Afghanistan eingefangen: Den Kampf einer Frau im friedlichen Teil Afghanistans, wenigstens für ihre Schülerinnen, ein Stück Zukunft zu erringen.
Hören wir hier einen Audio-Mitschnitt, 11.06.2010 [22:39]:


Bundeswehr muss sparen
Bundesverteidigungsminster zu Guttenberg hielt Grundsatzrede an der Führungsakademie in Hamburg am 26.05.2010 --> hier nachhören [61:48]. Erst wurde ein Radikalschnitt der Streitkräfte von 100.000 auf 150.000 in den Medien debattiert. Am 07.06.2010 titelten die Zeitungen von 40.000 weniger und schon am 08.06.2010 waren es nur noch 30.000 Stellen, um die reduziert werden soll. Es wurde zuerst viel Wind gemacht. Dann kam der Aufschrei von BundeswehrVerband und Rüstungslobby. Gedankenspiele in der Öffentlichkeit sorgen für Gesprächsstoff und Medienanfragen.
Der Sprecher des Arbeitskreises Darmstädter-Signal, Kapitänleutnant Jörg Wiebach, stellte sich den Fragen des RBB im Telefoninterview.
Hören wir hier einen Audio-Mitschnitt von RBB-Info, 08.06.2010 [04:51]:


Afghanistan: Suche nach Frieden
Afghanistans Präsident Hamid Karsai reicht den sogenannten "gemäßigten Taliban" die Hand - doch wer sind sie, und was wollen sie?
Afghanistans Präsident Hamid Karzai will für Frieden in seinem Land sorgen – große Hoffnungen ruhen dabei auf der Loya Dschirga, einer Versammlung mit 1600 Teilnehmern. Sie begann am 02.06.2010 – und Karsai streckte dabei seine Hand in Richtung der gemäßigten Taliban aus. Die einflussreichste Partei Afghanistans, die Hezb-i-Islami, Partei des Gulbuddin Hekmatyar, stellt ihre Bedingungen für einen Frieden in Afghanistan vor.
Hören wir hier einen Audio-Mitschnitt von ARTE-Journal, 02.06.2010 [02:15]:


USA mischt sich ein
Ein Beweis, Deutschland ein Versallenstaat der USA. CIA entwirft Afghanistan-PR für Deutschland. Nachdem erneut vier Bundeswehrsoldaten am 15.04.2010 in Afghanistan getötet wurden, schwindet in Deutschland der Rückhalt für den Einsatz. Dem wollte die CIA mit einer PR-Strategie entgegenwirken - diskret, natürlich. Doch plötzlich stand das Konzept im Internet.
Hören wir hier eine verlinkte Audio-Zusammenstellung von Ralph Sina, 20.04.2010 [01:14]:


Die Afghanistan-Lüge (Auszug)
Werfen wir einen Blick auf das im Folgenden verlinkte Video und gewinnen dabei die Erkenntnis von "Brunnenbau und vernetzte Sicherheit sind Worte der Verantwortlichen, die verschleiern, worum es in Afghanistan wirklich geht." oder Volker Rühe: "Für die Verbesserung der Lebensbedingungen sind die Streitkräfte nicht da." oder Minister zu Guttenberg: "Das Partnering-Konzept ist mit Risiko behaftet ... Man muss in die Fläche gehen ...". Die Erkenntnis der Aussichtslosigkeit will sich bei den Verantwortlichen heute immer noch nicht durchsetzen. 75% der deutschen Bevölkerung lehnen den Einsatz ab. Wehrbeauftragter Robbe: "Die fehlende gesellschaftliche Akzeptanz führt langfristig dazu, dass der Einsatz nicht durchzuhalten ist." Minister zu Guttenberg: "Die ablehnende Haltung der deutschen Bevölkerung ist ein Fakt. Mit dem haben wir uns auseinanderzusetzen." Als CIA-Kandidat setzt zu Guttenberg weiter auf Vermittlungsversuche beim Wähler.
Videoauszug vom 07.04.2010 [09:50]:

Die komplette Dokumentation von ZDF, 07.04.2010 [42:52]


Unendliche Geschichte Afghanistan
Es kommen ehemals zuständige und aktuell zuständige Politiker und Soldaten zu Wort. Eine Zusammenfassung der vergangenen 8 Kriegsjahre. Der Beitrag lässt die Tötungsaktionen gegen verhandlungsbereite Talibanführer, wie zum Beispiel an Mullah Qari Baschir 11/2009, unbeleuchtet. Besonders interessant sind die letzten 5 Minuten. Die wichtigsten O-Töne vom Treffen der Atlantik-Brücke Gespräch mit dem Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt, und dem Bundesminister der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg in der HSU Hamburg zu dem Thema "Bundeswehr im Einsatz: Krisenherd Afghanistan“ vom 12.03.2010 sind am Ende eingearbeitet. Die Erkenntnis des nicht zu erreichenden Sieges ist in den Köpfen der Politiker angekommen. Trotzdem geht es weiter, denn die Bündnispflichten wiegen schwer.
Eine verlinkte Audio-Zusammenstellung der kompletten Dokumentation von ZDF, 16.03.2010 [43:16]:

Die Prognosen der Dokumentation als Video verlinkt:


Verteidigungsminister zu Guttenberg im Interview
Er stellt sich den Fragen zum Strategiewechsel in Afghanistan und argumentiert mit der bekannten Bündnisverpflichtung. Weiterhin nimmt er Stellung zum Untersuchungsausschuss Kunduz September 2009. Zusätzlich wurden die Nachfinanzierung des A400M-Projektes, der Wehretat, internationale Rüstungsprojekte, die sechsmonatige Wehrpflicht und die Strukturkommission Streitkräfte zum Gesprächsinhalt gemacht. Wir haben den Beitrag verlinkt.
Ein Interview mit Rolf Clement beim DLF, 14.03.2010 [24:39]:


Schattentruppe - Deutschlands geheimer Krieg in Afghanistan
Deutsche Spezialkräfte in Afghanistan jagen Aufständische in weit größerem Umfang als bisher bekannt. Parlament und Öffentlichkeit werden nur unzureichend über die Aktivitäten deutscher Kommandokräfte in Afghanistan informiert. So erfuhren die Bundestagsabgeordneten erst nach dem Bombenangriff auf die Tanklastzüge im September 2009 von der Existenz der 120-köpfigen in Kunduz stationierten "Task Force 47". Wenige Wochen zuvor war bekannt geworden, dass die NATO Tötungslisten führt, mit deren Hilfe mehrere hundert Zielpersonen gejagt werden. Kill or Capture, töten oder gefangen nehmen, ist die Aufgabe der NATO-Spezialeinheiten, zu denen auch die deutsche "Task Force 47" gehört.
Ein Bericht von Christian Rohde und Ulrich Stoll, 09.03.2010 [6:33]:


Ungehorsam in der Truppe
Im Radio verpasst? Kein Problem, wir haben den Beitrag verlinkt.
Befehlsverweigerung aus religiösen und ethischen Gründen
Das Allgäu ist heute eine idyllische, vielbereiste Ferienregion im Voralpenland. Es wäre noch immer totes Ödland, wenn ein Major 1945 den Befehl befolgt hätte, das größte Giftgaslager der Wehrmacht mit Tausenden Tonnen Tabun, Sarin und Lost zu sprengen. Ein Hubschrauberpilot der US-Armee konnte bei einem der grausamsten Verbrechen des Vietnamkrieges zehn Zivilisten retten, weil er seine Bordwaffen auf die eigene, mordende Truppe richten ließ. Und ein Bundeswehrmajor weigerte sich zu Beginn des Irakkrieges, an einem Softwareprogramm für Logistik weiterzuarbeiten, weil das indirekt den "ungesetzlichen" Krieg der Bush-Regierung unterstützt hätte. Drei Beispiele für Soldaten, die aus ethischen oder religiösen Gründen den Gehorsam verweigerten – und sich für Menschlichkeit entschieden.
Zwischen [3:55] bis [8:03] wird der Fall "Major Florian Pfaff", u.a.a. Angehöriger des Darmstädter Signals, dargestellt.
Ein SWR-Feature, 31.01.2010 von Udo Zindel [24:26]:


Traumatisierte Soldaten nach dem Auslandseinsatz
Im Radio verpasst? Kein Problem, wir haben den Beitrag verlinkt.
"Diese Bilder wird man nicht los" - Artikel im externen DS-Blog
Ein Audio-Feature, 27.01.2010 von Christoph Grabenheinrich (SR) [3:26]:


Afghanistan: Die Mär vom Polizeiaufbau
Im Radio verpasst? Kein Problem, wir haben den Beitrag verlinkt.
Im Rahmen einer Strategie für Afghanistan hat die Bundesregierung ein stärkeres Engagement in der Ausbildung afghanischer Polizisten beschlossen. Hören wir zu, was uns Insider und Verantwortliche dazu zu sagen haben.
Ein Audio-Feature, 26.01.2010 von Jens Borchers (HR) [3:18]:


Afghanistan-Einsatz: Chronologie eines schleichenden Kurswechsels
Im Radio verpasst? Kein Problem, wir haben den Beitrag verlinkt.
Noch detaillierter nachzulesen im Buch von Jürgen Rose "Ernstfall Angriffskrieg - Frieden schaffen mit aller Gewalt", S. 89 ff., Ausgabe 04.09.2009
Ein Audio-Feature, 25.01.2010 von Christoph Grabenheinrich (SR) [2:57]:


Krieg für Kohle
Zwei Audio-Beiträge zum gleichnamigen Artikel im externen DS-Blog geben Auftrag und Motivation von Privat-Soldaten, formals Söldner genannt, wieder. Der Kommandeur des Kommando-Spezialkräfte, Brigadegeneral Ammon betonte am 29.04.2009 in Ingolstadt, "Seine Soldaten machten dabei nicht mit." Er bezog sich dabei auf Erkenntnisse, die ihm seit seiner Verantwortungsübernahme für diesen Truppenteil vorliegen. Es gab aber auch eine Zeit davor und er sprach nur von fertig ausgebildeten Kommandosoldaten. Letztendlich bleibt es unerheblich, welche Vorgeschichte ein Privat-Soldat hat. Der Markt blüht. Das Geschäft tötet. Deutsche Waffen sind im Spiel. Während über Kompetenzen der Bundeswehr hierzulande tröpfchenweise debattiert wird, erledigen Sicherheitsfirmen die dreckigen Jobs und sprechen Bundeswehrsoldaten auf Bahnsteigen an. Derartige Anwerbungsversuche streifen den §109 StGB.
Material von J.P. Ceppi und M. Heiniger [32:00]:

Ein Bericht von P. Forestier [32:25]:


Die Rolle der Bundeswehr in Afghanistan
Im Radio verpasst? Kein Problem, wir haben den Beitrag verlinkt. Der Titel "Morde unter deutschem Schutz" kommt nicht von ungefähr. Was Marc Thörner und sein Team recherchiert haben, wirft einen Blick auf Machtstrukturen in Afghanistan. Stoff, den Massenmedien insbesondere zur Hauptsendezeit zu veröffentlichen vermeiden. Mehr dazu...
Ein Radio-Feature, 13.12.2009 von Marc Thörner [44:10]:

Nachtrag: Unter der Überschrift "Die dreckigste Seite des Krieges" titelte der Spiegel am 26.07.2010 unter Zuhilfenahme der von Wikileaks veröffentlichten Berichte über die Machenschaften der sog. Task Force (TF 373). Mit diesem Artikel zeichnen sich die Erkenntnisse von Marc Thörner deutlich nach.


Ehrenmal für die gefallenen Soldaten der Bundeswehr in Berlin
Eine Stätte der Trauer, des Gedenkens und der Glorifizierung? Bundespräsident Köhler hat das Ehrenmal der Bundeswehr am 08.09.2009 eingeweiht. Damit soll der 3100 Soldaten und zivilen Mitarbeitern gedacht werden, die seit 1955 ums Leben gekommen sind. Bundeswehr ist "Armee im Kampf" zwischen Protesten und Gedenken. Nicht nur um den Standort des Denkmals hatte es zuvor heftigen Streit gegeben.
MDR Interview mit dem Sprecher des Arbeitskreises Darmstädter Signal [03:24]:


Posttraumatische Belastungen

Folgende Adressen fokusieren auf Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS): www.angriff-auf-die-seele.de und www.ptbs-hilfe.de und www.talking2minds.co.uk


Uranabgereicherte Munition

Uranabgereicherte Munition, Depleted Uranium (DU), deren Einsatz, Wirkung, Nachwirkung, Vereinbarkeit mit internationalen Abkommen etc. wird Schwerpunktthema auf dem 82. Arbeitstreffen des Arbeitskreises in Ingolstadt sein. Weitere Infos...


Wissenswertes


Handwerkzeug der Signaler u.a.

  • Charta der Vereinten Nationen Hier nachschlagen ...
  • Bundesverwaltungsgericht 2 WD 12.04 vom 21.06.2005
  • weitere Gesetze, Verordnungen, Vorschriften und Pressequellen

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  • "Rechtes von Unrechtem unterscheiden und danach handeln, was immer man Signalern befehlen mag."

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