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Ex-Verteidigungsminister Rupert Scholz ist doch kein Einzelgänger!Bonn/Swisttal, den 27. Januar 2006
Scholz' Atomwaffengedanken sind doch nur konsequent! Da provoziert der französische Präsident Jaques Chirac mit seinem unverantwortlichen Gerede über den möglichen Einsatz von Massenvernichtungsmitteln die Europäer. Zugleich stärkt er die Unberechenbaren in Terrororganisationen und in den Lagern der Atomkraft nutzenden Länder, sich ebenfalls Atomwaffen zuzulegen. Erst vor wenigen Tagen zeigte Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Besuch in Frankreich Verständnis für diese Atomeinsatzdrohungen, da die Äußerungen des Präsidenten im Einklang mit der französischen Nuklearpolitik stehen und sagte: "In diesem Sinne glaube ich, dass es da überhaupt nichts zu kritisieren gibt". Wen kann es dann wundern, dass der in Verteidigungsfragen versierte ehemalige CDU-Verteidigungsminister Rupert Scholz öffentlich darüber sinniert, "wie wir auf eine nukleare Bedrohung durch einen Terrorstaat angemessen, im Notfall sogar mit Atomwaffen, reagieren können". Eventuell, so Scholz, müssten wir auch die Frage eigener Atomwaffen diskutieren. Mit dieser Logik hat jeder Staat der Erde einen Anspruch darauf, sich Atomwaffen "zu seinem Schutz" zuzulegen. Besonnenheit bewahre uns vor einer derart atomwaffenstrotzenden Welt! Wir müssen nicht diskutieren, ob und wann man Atomwaffen einsetzt, sondern wie man ihre Weitergabe verhindert und wie man erreicht, dass die atomwaffenbesitzenden Staaten endlich fortsetzen, die vorhandenen "Menschheits-Vernichtungspotentiale" weiter abzurüsten! Als Sprecher der seit über 20 Jahren im Arbeitskreis DARMSTÄDTER SIGNAL (Ak DS) zusammengeschlossenen ehemaligen und aktiven Bundeswehr-Offiziere und Unteroffiziere ergänze ich: "Gewissenhafte Soldaten werden Massenvernichtungswaffen nie einsetzen!" Helmuth Prieß, Oberstleutnant a.D., Sprecher des Ak DS
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