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10. Sept. 2003

P R E S S E M I T T E I L U N G

Soldaten erwarten: Keine deutschen Soldaten in den Irak!

Die im Arbeitskreis DARMSTÄDTER SIGNAL (Ak DS) zusammengeschlossenen aktiven und ehemaligen Bundeswehroffiziere und -unteroffiziere erwarten von der Bundesregierung, dass sie an der Linie, keine deutschen Soldaten in den Irak zu schicken, konsequent festhält und auch keine Pläne dafür erstellen lässt.

Ausdrücklich begrüßen wir Soldaten die angelaufenen humanitären Hilfeleistungen für die Zivilbevölkerung! Wir halten es auch für vernünftig, nationale irakische Ordnungskräfte in Deutschland auszubilden.

Nachdem Bush und Blair in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak mehrere tausend Soldaten, sowie Frauen, Männer und Kinder totbombten und Tausende zu Krüppeln schossen, das Land in das Chaos und an den Rand eines Bürgerkrieges stürzten, sind sie allein - und die wenigen Kriegsalliierten - für die Herstellung von Sicherheit, Recht und politische Ordnung im Irak verantwortlich.

Mit dreister Selbstgefälligkeit kritisierte die US-Regierung die Länder Europas, die den Krieg ablehnten. Vor dem selbst angerichteten Scherbenhaufen und kaum lösbarer Probleme stehend, fordert sie nun die Völkergemeinschaft auf - natürlich unter ihrer eigenen militärischen Führung(!) - die verursachten Schäden zu reparieren und politische Ordnung wieder herstellen zu helfen.

Die USA sind keine Weltmacht: Sie können zwar andere Länder wirtschaftlich unterdrücken und militärisch zerstören, aber sie sind unfähig, Kriegsschäden zu beheben und demokratische Lebensverhältnisse herzustellen. „Das Ergebnis dieses Krieges bestätigt erneut unsere grundsätzliche Mahnung 'Frieden und Gerechtigkeit mit Waffen erzwingen zu wollen ist eine gefährliche Illusion' - dennoch scheint die US-Regierung daran festzuhalten, Krieg als geeignetes Mittel der Politik zu betrachten“, so der Sprecher des Ak DS, Oberstleutnant a.D. Helmuth Prieß.

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zuletzt geändert: 19.06.2004