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Swisttal, den 5.9.2002 P R E S S E M I T T E I L U N GPolitische Betätigung gehört zum Leitbild vom „Staatsbürger in Uniform”
Die Kritik aus den Reihen der CDU an Soldaten, die für Bundeskanzler Schröder werben, ist deshalb unberechtigt - und sie ist auch doppelzüngig! In den Jahren der CDU-Regierung wurden Soldaten, die sich außerhalb des Dienstes und in Zivil z.B. in der Friedensbewegung politisch engagierten, reihenweise von ihren konservativen Vorgesetzten und den CDU-Verteidigungsministern gemaßregelt und dienstlich benachteiligt. Hingegen duldete die CDU-Führung z.B. den Auftritt eines Regensburger Divisionskommandeurs in Uniform auf CSU-Parteitagen, die Teilnahme von Offizieren an einem CSU-organisierten Demonstrations-Marsch in München und z.B., dass ein stellv. Korpskommandeur neben seinem Bild in Uniform fortlaufend in der Bildzeitung in übler Weise gegen Friedensbewegte polemisieren konnte. CDU-MdB Breuer & Co sollten sich deshalb eher still und reumütig zurückhalten! Auch die Offiziere und Unteroffiziere des 1983 gegründeten Arbeitskreises DARM- STÄDTER SIGNAL (Ak DS) wurden wegen ihres politischen Engagements von CDU-Ministern unter Druck gesetzt. Dabei legen die Signaler-Soldaten von Anfang an Wert auf ihre Parteiunabhängigkeit! Sie fordern u.a. einen massiven Truppenabbau zu einer Freiwilligenarmee und halten Kampfeinsätze zur Friedenserzwingung (wie z.B. den rechtswidrigen NATO-Luftkrieg gegen Jugoslawien und den Afghanistankrieg) für eine gefährliche Illusion, und sie fordern, das endlich die letzten Atomsprengköpfe aus Deutsch- land abgezogen werden. Die Offiziere und Unteroffiziere des Ak DS vertreten die Position, dass Deutschland sich ganz besonders für vorbeugende und zivile Konfliktlösungen einsetzen sollte. Helmuth Prieß, Oberstleutnant a.D.
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