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Entwurf und Design


P R E S S E M I T T E I L U N G

Kein politischer Gleichschritt mit der US-Militär-Politik!

Schrittweiser Abbau deutscher Militärkontingente, Ausbau ziviler Hilfe!

Ohne gerechte Weltwirtschaft, Kooperation und Toleranz bleibt unsere eine Welt "ein Vulkan für Kriegsausbrüche"!

Die im Arbeitskreis DARMSTÄDTER SIGNAL zusammengeschlossenen kritischen Bundeswehroffiziere und -Unteroffiziere führten am vergangenen Wochenende ihr 62. Treffen in Hamburg durch. Über die "Grenzen mililtärischen Handelns" (Referent Dr. Mathias Gillner, Führungsakademie der Bw, Hamburg) und "Ärztliche Ethik und das Engagement für den Frieden" (Referentin Dr. Dorothea Wagner-Kolb, IPPNW, Hamburg) wurde eine intensive, teils kontroverse Diskussion geführt.
Neben der Erarbeitung des "Entwurfs für ein neues Ak DS-Grundsatzpapier" fand ein vom Sprecher des AkDS, Oberstleutnant a.D. Helmuth Prieß, vorgelegter aktueller "Forderungskatalog an die Bundesregierung" Zustimmung. Darin heißt es:

  1. Deutsche Soldaten dürfen für US-Kriegsabenteuer gegen den Irak und andere Staaten nicht zur Verfügung gestellt werden! Die auf die "Gut oder Böse-Formel" verengte Politik der Bush-Regierung und deren unverhohlen-offenen wie auch verdeckten Kriegsvorbereitungen nehmen den Ausbruch von Kriegs-Flächenbränden in Kauf!
  2. Die ABC Abw-Soldaten und deren Gerät sind aus Kuweit sofort abzuziehen!
  3. Wir schlagen vor, die deutschen Kontingente, die weltweit eingesetzt sind (KSK, Truppenteile in Oman, Somalia, Dschibuti, Kenia, im Indischen Ozean), zügig, schrittweise abzubauen und den Schwerpunkt politischen und finanziellen Handelns auf friedlich, zivile Hilfsmaßnahmen vorrangig auf dem Balkan zu konzentrieren.
  4. Um die überzogene Belastung unserer Soldaten zu mildern, ist bei Beibehaltung der 2-jährigen "Stehzeit" in Deutschland die Einsatzzeit für die verbleibenden friedens- erhaltenden Auslandseinsätze von 6 auf 4 Monate zu verringern!
  5. Die Fehlentscheidung, für weltweite militärische Einsätze 73 Airbus-Großraum- Flugzeuge zu kaufen, ist zu revidieren! Für begrenzte militärische und die vorran- gigen zivilen Hilfsmaßnahmen ist ein Bruchteil der geplanten Maschinen ausreichend.
  6. Die Vorbereitung der Soldaten auf verbleibende friedenserhaltende Auslandseinsätze ist zu verbessern! Das gilt auch für die "Nachbereitungs-Reintegrationsseminare" und ganz besonders für die sehr hohe Zahl der Soldaten, die unter Kriegstraumata leiden.

Deutschland muß gemeinsam mit Partnerländern darauf drängen, die ungerechten Weltwirt- schaftsverhältnisse zwischen armen und reichen Ländern abzubauen, Kooperationsmodelle aufzubauen und Toleranz zwischen unterschiedlichen Weltanschauungen zu entwickeln.
Werden diese Ziele nicht ernsthaft verfolgt, dann bleibt unsere Welt vielerorts ein "Tummel- platz für Terrorismus und Hoffnungslosigkeit" und ein "Vulkan für Kriegsausbrüche" Auch Deutschland wird existenziellen Risiken ausgesetzt!

 

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