Bonn, den 21.11.2001
P R E S S E M I T T E I L U N G
- Bundeswehroffiziere lehnen Kriegseinsatz ab
- Kritik an erzwungener Bundestagsentscheidung
- Soldaten: Waffenexporte unterstützen weltweiten Terrorismus
Der Vorstand des Arbeitskreises DARMSTÄDTER SIGNAL hat heute folgende
Presseerklärung beschlossen:
- Erneut lehnen die über 100 im Ak DS zusammengeschlossenen Offiziere
und Unteroffiziere der Bundeswehr den militärischen Einsatz zur
Terrorismusbekämpfung ab. Wir fordern die sofortige Beendigung
der Kampfhandlungen in Afghanistan.
Deutschland soll bei der dringend benötigten humanitären Hilfe
für das vom Krieg schwer geschädigte afghanische Volk die
Führungsrolle übernehmen.
- Die Art der Beschlussfassung zum Bundeswehreinsatz widerspricht nach
unseren Vorstellungen demokratischer Entscheidungsfindung.
Viele Abgeordnete wurden erpresst. - eine freie Gewissensentscheidung
war nicht möglich!
Wer will unter diesen Bedingungen erwarten, dass Bundeswehrsoldaten
getreu ihrem Eid gewissenhaften Gehorsam leisten, statt stillzuschweigen?
- Wir lehnen Waffenexporte besonders in Krisenregionen ab. Verteidigungsminister
Scharping nimmt mit den geplanten Waffenlieferungen in Kauf, den internationalen
Terrorismus zu unterstützen, statt ihn mit politischen, zivilisierten
Mitteln zu bekämpfen.
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