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09.10.2001 P R E S S E M I T T E I L U N G
Militärische Mittel sind ungeeignet! Nach dem Golfkrieg der Alliierten gegen den Irak, dem Luftkrieg der NATO gegen die Republik Jugoslawien erschreckt uns nun der Krieg der US-Regierung und deren Verbündeter gegen das von den Taliban beherrschte Afghanistan. Der Terror auf der Welt ist kein spezifisches Problem einzelner Länder oder Weltanschauungen, auch nicht des Islam! Ohne Globalisierung von sozialer Gerechtigkeit und Akzeptanz unterschiedlicher Lebensvorstellungen ist der Terror in der Welt nicht einzudämmen. Militärische Feldzüge werden dem Terror neue Nahrung geben!. Natürlich müssen die Helfershelfer und Hintermänner der grausamen Terroranschläge gegen das World Trade Center in New York und das Verteidigungsministerium in Washington gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden! Wir fordern ein entschlossene Handeln und eine zivilisierte Antwort auf den Terrorismus. Wir Soldaten bezweifeln, dass die von den US-Regierung mit britischer Unterstützung in großer Zahl und weiträumig auf afghanischem Territorium eingesetzten Hightech-Vernichtungsmittel angemessen und geeignet sind, den als Terroristen beschuldigten Osama bin Laden, seine Terrororganisation El-Qaida und die ihn schützende Talibanregierung zu vernichten bzw. Voraussetzungen zu schaffen, sie durch Bodentruppen festnehmen zu können. Die Fortsetzung dieses Waffeneinsatzes wird die Leiden der Zivilbevölkerung unverhältnismäßig mehren und nicht kalkulierbare politische und wirtschaftliche Risiken zur Folge haben. Die jetzigen militärischen Vergeltungsschläge versetzen über 20 Millionen afghanischer Menschen in Angst und Schrecken, zwingen Hunderttausende zur Flucht und haben bereits zahlreiche Unschuldige getötet. Die mit der Geste der Großzügigkeit abgeworfenen Lebensmittelrationen sättigen die Afghanen, die schon seit Wochen hungern, nicht, noch werden sie den Hunger der seit 20 Jahren leidgeprüften afghanischen Bevölkerung nach Frieden und Nichtbedrohtwerden stillen. Wir Soldaten fordern die USA und alle beteiligten Länder auf, die Beweise gegen die Hinter- männer und Helfershelfer des Terrors vom 11.09.01 sofort den zuständigen Gerichten und dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zur Anklageerhebung zuzuleiten.
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