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Anlässlich des 61. Wochenendtreffens vom 14.-16.09.2001 in Bonn-Röttgen haben ehemalige und aktive Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr, die sich im Arbeitskreis DARMSTÄDTER SIGNAL zusammengeschlossen haben, folgende Erklärung beschlossen

P R E S S E M I T T E I L U N G

Jetzt gilt es Vernunft und Besonnenheit zu zeigen !

Die menschenverachtenden Terroranschläge gegen die USA machen uns betroffen. Wir trauern um die vielen unschuldigen Opfer. Diese Terroranschläge haben die Welt an den Rand eines Krieges gebracht, der in der westlichen Welt als Krieg der Zivilisationen betrachtet wird.

Wir fragen uns, was Menschen dazu bringt, solche Verbrechen zu begehen. Es gilt die Ursachen des Terrorismus in der Welt aufzuzeigen. Globalisierung, wirtschaftliche Ungerechtigkeit und politische Überheblichkeit haben ein Klima geschaffen, in dem terroristische Gewaltakte gedeihen konnten. Die USA und ihre Verbündeten sehen sich ausschließlich als Opfer, ohne die Ursachen auch in ihrer eigenen Politik zu erkennen.

Die öffentlichen Reaktionen auf diese Terrorakte sind vielfach emotional und zu verengt. Wir wenden uns dagegen, ein Feindbild des islamischen Fundamentalismus zu zeichnen.

Unter fragwürdiger Berufung auf das Völkerrechts und die UN-Charta planen die USA - unterstützt von der NATO - offenbar militärische Vergeltung. Dies wird zu einer neuen Gewaltspirale führen. Bei den geplanten Vergeltungsschlägen soll kein Unterschied zwischen Tätern und ihren Sympathisanten gemacht werden.

Wir fordern, dass der Kampf gegen den Terrorismus in der Welt besonnen, zielgerichtet, angemessen und mit geeigneten Mitteln geführt wird. Militärische Mittel sind ungeeignet. Es kommt darauf an, diese Konflikte politisch zu lösen.

Wir warnen davor, dass sich die Bundesrepublik Deutschland
in dieser Situation an kriegerischen Handlungen beteiligt.

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zuletzt geändert: 03.09.2003