Logo Arbeitskreis Darmstädter Signal

Unser Auftrag in Kurzform weiter...

Kapitänleutnant Jörg Wiebach, Stralsund, ist neuer Sprecher unseres Arbeitskreises (s. Presse)

Stralsund, 22. Februar 2010

Truppenabzug statt Aufstockung des Bundeswehrkontingents für den Krieg in Afghanistan!

Mehr zivile Hilfe anstelle weiterer militärischer Großoffensiven am Hindukusch!

Neun Jahre dauert nun schon der Krieg in Afghanistan. Zehntausende Afghanen und viele Tausende Soldaten der ausländischen Interventionstruppen sind dem sinnlosen Töten am Hindukusch zum Opfer gefallen. Statt Frieden, Stabilität und Wiederaufbau zum Wohle der Menschen nach Afghanistan zu bringen, verstricken sich die fremden Streitkräfte immer tiefer in einen aussichtslosen Guerillakrieg, führen eine Großoffensive nach der anderen und bringen den afghanischen Familien Tod und Verderben statt sie zu beschützen. Sehen so Demokratie und Menschenrechte, Wiederaufbau und Entwicklung nach westlichem Muster aus?

Wir, Offiziere und Unteroffiziere des Arbeitskreises DARMSTÄDTER SIGNAL, fordern die Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, die offensichtlich gescheiterte Kriegspolitik in Afghanistan unverzüglich zu beenden. Schluss mit weiteren Milliarden für das Töten und Sterben am Hindukusch! Bundeswehrsoldaten sind kein Kanonenfutter für Kriege fern der Heimat! Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird am Hindukusch nicht verteidigt, sondern gefährdet!

Deshalb fordern wir die Bundesregierung und alle Abgeordneten des Bundestages auf:

  1. Senden Sie keine weiteren Bundeswehrsoldaten in den Krieg nach Afghanistan!
  2. Folgen Sie dem Beispiel der Niederlande und Kanadas und beginnen mit dem Rückzug der deutschen Truppen – ein Rückzug der Bundeswehr ist gerade keine Selbstisolation im Bündnis.
  3. Legen Sie der deutschen Öffentlichkeit unverzüglich einen Plan für den schnellstmöglichen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan vor – mehr als drei Viertel der BürgerInnen unseres Landes erwarten das von Ihnen!
  4. Konzentrieren Sie das Engagement Deutschlands auf Aufbau und Entwicklung in Afghanistan ausschließlich mit zivilen Mitteln und setzen so ein deutliches Zeichen für gewaltfreie Konfliktlösung.
  5. Wirken Sie darauf hin, dass der NATO-Einsatz beendet wird und stattdessen die Vereinten Nationen – so wie in der UN-Charta vorgesehen – die Verantwortung für den Frieden und die internationale Sicherheit in der Region übernehmen.

Wer Frieden in Afghanistan will, darf dort nicht Krieg führen, sondern muss mit friedlichen Mitteln die Herzen und Köpfe der Afghanen gewinnen! Die Bundeswehr ist längst schon nicht mehr Teil der Lösung, sondern Teil des Problems in Afghanistan. Mit jedem getöteten Afghanen steigen Terror und Gewalt - deshalb Schluss mit diesem irrsinnigen Krieg am Hindukusch!

Der Vorstand

Arbeitskreis DARMSTÄDTER SIGNAL
Das kritische Forum für Staatsbürger in Uniform


Spendenkonto: Förderkreis D. Signal, Konto-Nr: , BLZ: , SEB-Bank
Copyright © 1983-2010 Ak DS. Alle Rechte vorbehalten. Zuletzt geändert: 29.May 2010