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Bundeswehrsoldaten bewerten die Einführung eines Tapferkeitsordens distanziert!Für Orden zur "Ehrung des Tötens und Sterbens für's Vaterland" ist kein Bedarf!
"Wir sehen keinen Bedarf für diese Form militärischer Heldenehrung, die - ob mit oder ohne das tragische Vorbild des Eisernen Kreuzes - nur der Pflege eines rückwärtsgewandten, traditionalistischen Bildes vom Soldaten dient", so Oberstleutnant a.D. Helmuth Prieß, Sprecher des Ak DS. Natürlich kann Minister Jung für die Einführung eines Tapferkeitsordens bei solchen Soldaten, die sich, wie vom Inspekteur des Heeres gefordert, als "archaische Kämpfer" verstehen, Beifall erwarten. Nachdenkliche "Staatsbürger in Uniform" wenden ein, dass ein solcher Orden Oberflächlichkeit fördert und eher dazu beiträgt, Fragen nach der Rechtmäßigkeit oder der Sinnhaftigkeit militärischer Einsätze auszublenden. Die angestrebte Ehrung für "Tapferkeit im Gefecht" reiht sich ein in die Planung des gleichen Ministers für ein "Ehrenmal der Bundeswehr". Das schadet nicht nur dem Sinn unserer demokratischen Gesellschaftsordnung, sondern auch den Soldaten selbst! Helmuth Prieß, Oberstleutnant a.D.
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