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Unser Auftrag in Kurzform weiter...

Rundbrief I/2012 steht für registrierte Signaler zum Download bereit. *** Signaler zeigten Flagge gegen Petersberg II.

Afghanistan braucht keine zusätzlichen Kampftruppen und mehr Waffen, sondern eine Großoffensive des zivilen Wiederaufbaus.

Soldaten warnen: "Wir schlittern immer tiefer in den Schlamassel!"

Nach den Tornados, die besonders die US-Truppen unterstützen, ist die Bundesregierung nun offenbar bereit, bei Verharmlosung der Einsatzziele, Bundeswehrsoldaten in friedenserzwin- gende, offensive Militär-Operationen zu schicken. Die im Arbeitskreis DARMSTÄDTER SIGNAL zusammengeschlossenen Offiziere und Unteroffiziere bedauern, dass die Bundes- wehr jetzt die bisherige Rolle als Friedenskraft zum Wiederaufbau und zur Stabilisierung Afghanistans endgültig verlässt, von der Bevölkerung zunehmend - wie die US-Truppen - als Besatzer angesehen werden wird und voll in's Fadenkreuz der Taliban-Krieger gerät. Die Bundesregierung nimmt einen hohen Blutzoll billigend in Kauf!

Seit Jahren warnen alle Afghanistan-Kenner vor dieser verhängnisvollen Entwicklung, die in Afghanistan für alle Soldaten und auch die Zivilbevölkerung nicht mehr, sondern weniger Sicherheit bringt. Die Einsätze ausländischer Truppen haben sich längst als kontraproduktiv erwiesen.

Statt mit noch mehr Soldaten immer tiefer in diesen Schlamassel hineinzuschlittern, ist ein sofortiger Strategiewechsel einzuleiten; mit wesentlich mehr Beteiligung der afghanischen Bevölkerung, einschließlich der Taliban. Das heißt: Weniger Geld für Militär und 3x soviel Geld wie bisher für den zivilen Wiederaufbau, für Krankenhäuser und Ärzte, verbesserte Bildung, für Schulen, Lehrer und Lehrmittel, für Wohnungsbau und bessere Kommunikation, für den Ausbau der Infrastruktur und eines Sozialsystems, für Förder- und Hilfsmaßnahmen zur Wasser- und Energiegewinnung und zur Verringerung des Opiumanbaus, für den beschleunigten Aufbau der Justiz und der einheimischen Polizei usw.. Alle Maßnahmen müssen im Land - mit Unterstützung eines unabhängigen, afghanistankompetenten Sonder- beauftragten - ressortübergreifend und fortlaufend koordiniert und durch überregionale Konferenzen gestützt werden.

"Wenn wir weitermachen wie bisher und die Hilfen bei der Bevölkerung so wenig ankommen wie bisher, ist ein stabileres und friedlicheres Leben in Afghanistan nicht erreichbar," erklärte der Sprecher der kritischen Soldatengruppe, Oberstleutnant a.D. Helmuth Prieß.


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