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Deutsche Soldaten ehren die Opfer von Gernika

Gespräch mit Überlebenden des deutschen Bombenangriffs

21.05.2004

Spanien/Gernika. Der Sprecher des Arbeitskreises DARMSTÄDTER SIGNAL, Oberstleutnant a.D. Helmuth Prieß, legte im Namen der über 100 Offiziere und Unteroffiziere des Arbeitskreises an der Gedenkstätte zu Ehren der Opfer ein Blumengebinde nieder mit dem Text: "Wir schämen uns für unsere Väter".

Deutsche Fliegeroffiziere der Legion Condor hatten im spanischen Bürgerkrieg nachmittags an einem Markttag am 26.4.1937 die baskische Stadt Gernika bombardiert. Hunderte Opfer unter der wehrlosen Zivilbevölkerung und eine zu 70% zerstörte Stadt waren das traurige Ergebnis des ersten Luftangriffs der Militärgeschichte gegen die Zivilbevölkerung.

Nach einem Empfang im Rathaus durch den stellvertretenden Bürgermeister, Herrn Imanol Zubizarreta, erhielt Oberstleutnant a.D. Prieß bedrückende Informationen über die Schreckensstunden bei Gesprächen mit Überlebenden des Bombenangriffs, mit der Leiterin des Friedensforschungszentrums Gernika GoGoratuz, Frau Maria Oianguren, und beim Besuch des neuen Friedensmuseums in Gernika.

"Ich bin von den Menschen in Gernika sehr freundlich aufgenommen worden. Besonders wurde begrüßt, dass Bundeswehroffiziere sich erstmals zum deutschen Luftangriff äußersten, ihre Betroffenheit zu diesem Unrecht zum Ausdruck brachten und einen aktiven Schritt zur Versöhnung taten", bewertet Prieß seinen Besuch.

Er sagte seinen Gesprächspartnern, unter ihnen der Sekretär des Deutsch-Baskischen Kulturvereins, Herrn Michael Kasper, zu, Verteidigungsminister Struck und die Führung des Bundesministeriums für Verteidigung zu bitten, offizielle Schritte der Versöhnung mit der Stadt Gernika zu vereinbaren.

gez. Helmuth Prieß, Oberstleutnant a. D.

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zuletzt geändert: 19.06.2004