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P R E S S E M I T T E I L U N G

05.11.2003

Brigadegeneral Reinhard Günzel ist kein Einzelfall!
Dem Offizierkorps der Bundeswehr fehlt’s am “Mut zur Meldung“!

Nur der Arglosigkeit Brigadegeneral (BG) Günzels und der Dreistigkeit des CDU-MdB Martin Hohmann (Major d.R.!) ist es zu „verdanken“, dass die abstrus-unerträglichen Meinungen des verantwortlichen Generals für das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr der Öffentlichkeit bekannt wurden.

BG Günzel hat doch wohl seit über 30 Jahren als Offizier im Kreise der ihn umgebenden Kameraden seine undemokratischen Gedanken geäußert. Teilen des Offizierkorps, unpolitisch-technokratisch und ganz überwiegend konservativ, waren und sind Günzels Positionen nicht so fern - und es fehlt den demokratisch gesinnten Offizieren offensichtlich der „Mut zur Meldung“.

BG Günzel ist auch deshalb kein Einzelfall, weil er nur das aktuelle Glied einer Kette von undemokratischen Entgleisungen von hohen Offizieren seit Bestehen der Bundeswehr ist.

Helmuth Prieß, Sprecher des Ak DARMSTÄDTER SIGNAL, eines Zusammenschlusses von über 100 kritischen, aktiven und ehemaligen Offizieren und Unteroffizieren der Bundeswehr: „Die Bundeswehr ist nicht per se rechtsradikal und undemokratisch, aber es mangelt einem beachtlichen Teil von Soldaten mit Führungsaufgaben an demokratischem Bewusstsein und Engagement. Minister Struck muss jetzt dafür sorgen, dass die Politische Bildung in der Bundeswehr endlich verstärkt und verbessert wird und demokratisches Verhalten von Vorgesetzten das entscheidende Kriterium für Beförderungen wird“

Bleibt noch zu fordern, dass das Offizierkorps endlich den „Mut zur ungeschminkten Diskussion“ über die unbegrenzte Verfügbarkeit der Bundeswehr für Kampfeinsätze vor und hinter allen Gebirgsketten unserer Erde zeigt - denn das ist die entscheidende Frage für das „Berufsbild des Soldaten“ und unser aller Zukunft!!

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zuletzt geändert: 19.06.2004