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Soldaten verurteilen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Irak.

Die über 100 aktiven und ehemaligen Offiziere und Unteroffiziere des Ak DARMSTÄDTER SIGNAL (Ak DS) verurteilen den von den Vereinigten Staaten und Großbritannien ohne UN-Mandat geführten Angriffskrieg gegen Irak! Wir sind erleichtert, dass die Bundes- regierung diesen Krieg von Anfang an abgelehnt hat und deutschen Soldaten nicht auferlegt, an einem völkerrechtswidrigen - und völlig unnötigen - Angriffskrieg teilzunehmen!

Wir sind besorgt besonders um die Sicherheit unserer Kameraden in Afghanistan und in Kuweit und hoffen, dass die zu erwartende Zunahme des weltweiten Terrors den humanitären Friedenseinsatz in und um Kabul nicht behindert. Um Verwicklungen deutscher Soldaten in diesen Krieg auszuschließen, fordern wir,

  1. deutsche Soldaten aus den AWACS-Maschinen im Luftraum des Südostens der Türkei abzuziehen. Diese NATO-AWACS-Maschinen werden auch nicht mehr benötigt, weil bereits jetzt AWACS-Maschinen der US-Luftwaffe im selben Luftraum zur Luftraum- überwachung und zur Kampfführung eingesetzt werden.
  2. die ABC-Spürpanzer in Kuweit und die Marineeinheiten von der Ostküste Afrikas zurückzubeordern, da sie der Terrorismusbekämpfung ohnehin nicht dienen, aber in den Irakkrieg hineingezogen werden könnten.
  3. die Bereitstellung von Bundeswehrsoldaten zum Schutz amerikanischer Militär- einrichtungen sofort zu beenden. Wer rechtswidrig Krieg führt, muss sich gegen die daraus zusätzlich erwachsenden Sicherheitsprobleme selbst schützen!

Wir bestärken die Bundesregierung in ihrer Politik, den notwendigen, schwierigen Prozess europäischer Einheit fortzusetzen und alles zu tun, um den Einfluss der UNO zu stärken.

Wir begrüßen, dass die Bundesregierung die UNO bei der humanitären Hilfe in der irakischen Kriegszone unterstützt. Mit Nachdruck fordern wir, die Reparatur der materiellen Schäden im Irak denen zu überlassen, die diese Schäden rechtswidrig herbeibomben!

Zum Irak-Krieg erklärt die US-Regierung: „Das diplomatische Fenster hat sich geschlossen.“ Wir Soldaten stellen dazu fest: „Die Schleusen der politischen Unvernunft sind weit geöffnet; politischer Schaden, rechtswidrige Militärgewalt und viel Blut von Unschuldigen strömen aus. Die US-Regierung hat die Prüfung nicht bestanden, sich als einzige militärische Weltmacht internationalem Recht unterzuordnen!“ Wir wiederholen unsere grundsätzliche Position: „Frieden mit Waffen erzwingen zu wollen ist eine gefährliche Illusion!“

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zuletzt geändert: 19.06.2004