|
Wer wir sind und Presse Aktuelle Stellungnahmen AK DS Dokumenten- Termine Links/Verweise Ak DS Vorstand/ Weitere Informationen Förderkreis ds |
|
11. Februar 2003 P R E S S E M I T T E I L U N G
Wegen des von Deutschland unterstützten Vetos von Belgien und Frankreich in der NATO gegen einen jetzigen Beschluss, die Türkei „zu beschützen“, erklärt der NATO-US-Bot- schafter Nicholas Burns, die NATO sei deshalb „in eine Glaubwürdigkeitskrise gestürzt“ und NATO-Generalsekretär George Robertson behauptet: „Die Gefahr (für die Türkei) ist real.“ Das ist fatal: Wer so argumentiert, setzt seine eigene Glaubwürdigkeit und die der NATO auf’s Spiel! Seit 20 Jahren und immer wieder überschreiten große türkische Truppenverbände mit Panzern und schwerer Artillerie die irakische Grenze und besetzen Nordirak über 50 km tief bis Dahuk und Az Zibar. Britische und amerikanische Jabos werfen - ohne Zustimmung des Weltsicherheitsrates - seit über 4 Jahren Bomben auf militärische und zivile Ziele in der südlichen und nördlichen Flugsicherheitszone. Vor 2 Monaten sind erneut türkische Truppen in den Nordirak vorgestoßen; über 50000 weitere amerikanische und türkische Soldaten werden z.Zt. an der Grenze zusammengezogen. Wie der türkische Nachrichtensender NTV im Dezember berichtete, haben 50 mit sogenannten leichten Waffen beladene US-Militärlast- wagen den Grenzfluss Khabur überschritten, und 500 US-Ausbilder sollen sich im Nordirak aufhalten, um kurdische Milizen an diesen US-Waffen auszubilden. „Wer bedroht hier eigentlich wen?“, fragen die im Ak DARMSTÄDTER SIGNAL zusammengeschlossenen aktiven und ehemaligen Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr. Die USA und die Türkei missachten die UN-Resolution 1441, in der “alle Mitgliedstaaten die Souveränität und territoriale Unversehrtheit Iraks bekräftigen“! Sadam Hussien ist militärisch schwach und weder
willens noch in der Lage die Türkei zu gefährden. So hat die
Türkei objektiv oder subjektiv keinen Anlass, sich bedroht zu fühlen,
und die NATO kann z.Zt. auf Grund des NATO-Vertrages keine zusätzlichen
AWACS-Maschinen oder Abwehr-Raketen in den Südosten der Türkei
schicken. „Wir hoffen, dass die Bundesregierung an ihrer konsequenten
Haltung, den US-Krieg gegen Irak abzulehnen, festhält“. Die
UN-Kontrolleure brauchen Unterstützung und mehr Zeit!“, so
der Sprecher des Ak DS, Oberstleutnant a.D. Helmuth Prieß. |
|
|
zuletzt geändert:
19.06.2004
|